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[Rezension] Post Mortem – Tränen aus Blut

Tränen aus Blut

Das Hörbuch Post Mortem – Tränen aus Blut von Mark Roderick sollte mir eigentlich nur ein bisschen die Zeit bei der lästigen Hausarbeit vertreiben denn ich hatte schon viel in meiner Lieblings-Facebook-Gruppe davon gehört. Am Ende es  hat mich dann aber eher erfolgreich davon abgehalten, weil ich es so spannend fand.

Post Mortem – Tränen aus Blut

Mark Roderick

In Amsterdam findet Avram Kuyper auf seinem Anrufbeantworter eine ebenso merkwürdige, wie besorgniserregende Nachricht seine Bruders Goran vor. Der Kontakt zwischen den Brüdern ist sehr sporadisch, trotzdem, oder gerade deswegen, macht Avram sich umgehend auf den Weg zu Goran, der damals den elterlichen Hof übernommen hat. Zunächst findet er aber buchstäblich nichts. Beinahe zeitgleich erhält die Interpol-Agentin Emilia Ness die Nachricht, dass bei einer Leiche eine Nachricht vorgefunden wurde, in der darum gebeten wurde, sie zu benachrichtigen. Irritiert macht sie sich auf den Weg nach München, begleitet von einem Kollegen.

Dieses geheime Reich war sein ganzer Stolz. Sein Refugium, seine Inspiration. Ein Paradies des Schmerzes, in dem er von Zeit zu Zeit seinen inneren Dämon entfesseln und ganz er selbst sein konnte. Post Mortem – Tränen aus Blut, S. 8

Mein Eindruck:

Verschiedene Perspektiven

Avram Kuyper

Die eine Perspektive ist die des Avram Kuyper, der auf der Suche nach seinem Bruder und dessen Familie ist. Als Journalist ist dieser wohl einer Geschichte so nahe gekommen, dass nicht nur er in Gefahr geriet, sondern auch seine Familie. Durch seinen Beruf ist Avram nicht nur in der Lage diverse Spuren richtig zu deuten, sondern er hat auch noch etliche Beziehungen um diverse Dinge herauszufinden – er ist nämlich Profikiller. Trotz seines sagen wir mal ungewöhnlichen Berufes fand ich ihn sympathisch und habe das eine oder andere Mal mit ihm gelitten.

Emilia Ness

Die andere Perspektive ist die der Interpol-Agentin Emilia Ness, die eigentlich nur wegen eines Auftritts als Zeugin in einem Prozess in Deutschland ist. Die Nachricht bei dem Toten, die ungewöhnlichen Umstände bei seiner Auffindung und einiges mehr lassen sie in München bleiben. Auch Emilia Ness zieht alle Register um an mehr Informationen über den Toten zu kommen, die sie schließlich auf den Kuyperhof und zu Avram Kuyper führen. Ihre Rolle in der Geschichte fand ich weniger sympathisch. Zum einen lag das daran, dass sie nach dem typischen „Ermittler-Klischee“  – kein Liebes- und Familienleben, durchwachte Nächte, etc.  – geschildert wird, zum anderen fand ich ihre schwärmerische Verliebtheit zu ihrem Kollegen ziemlich nervig.

Gleiche Ergebnisse

Die abwechselnden Schilderungen der Ermittlungen brachte ein gutes Tempo in die Geschichte, was allerdings ein bisschen dadurch abgeschwächt wurde, dass beide ständig zeitgleich dasselbe herausgefunden haben. Das führte dann dazu, dass ich mir immer abwechselnd dieselben Ergebnisse angehört habe, was nicht ganz so glücklich war. Allerdings war das eher ein kleiner Wermutstropfen in einer an sich grandiosen Geschichte. Sowohl die Hintergründe als auch die Ermittlungen haben mich wirklich gefesselt und mir immer mal wieder eine Gänsehaut beschert. Einen nicht unerheblichen Anteil daran hat auch auf jeden Fall Richard Barenberg als Sprecher, der den Protagonisten mit seiner Stimme Leben einhauchte.

Mein Fazit:

Post Mortem – Tränen aus Blut ist ein superspannender Thriller, der mir sicher eine Weile in Erinnerung bleiben wird. Spannend geschrieben, durchaus mit einigen sehr blutigen Details – eine echte Leseempfehlung für Thrillerfans.

Hörbuchinfos
  • Titel: Post Mortem – Tränen aus Blut
  • Autor: Mark Roderick
  • Erzähler: Richard Barenberg
  • Verlag: Argon-Verlag
  • Genre: Thriller
  • Erscheinungsjahr: 2016
  • ISBN: 978-3-7324-5098-5
  • Form: Hörbuch, gekürzt, 6 CDs, ca. 11 Std 57 Min
  • Preis: 20,95 € 

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