Krimi/Thriller
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[Rezension] No Mercy

No Mercy

No Mercy von Taylor Adams ist der Nachfolgeband von No Exit, den ich ja im letzten Jahr schon vorgestellt habe. In der deutschen Übersetzung tragen beide dann auch noch die passenden Untertitel, beim ersten Buch lautet er “diese Nacht überlebst du nicht” und beim zweiten dann “diese Fahrt überlebst du nicht” – der Verlag möchte hier offenbar nichts dem Zufall überlassen. Streng genommen hängen die beiden Geschichten aber nicht zusammen, allerdings ähneln sich die Grundlagen.

No Mercy

Taylor Adams

James und Elle Eversman sind auf dem Weg in ein neues Leben. Sie haben ihr Auto mit allem vollgepackt, was ihnen lieb und teuer ist und starten voller Optimismus ihre lange Tour. Von Anfang an haben sie mit kleineren Hindernissen zu kämpfen – eine Unfall hier, eine Straßensperre dort. Ihnen begegnen merkwürdige Typen und zu guter Letzt ist ihre eigentliche Route durch die Mojave-Wüste  wegen eines Steinschlags gesperrt. Sie weichen – schlecht ausgerüstet – auf eine reichlich unwegsame Strecke aus und das Unheil nimmt offenbar seinen Lauf.

Für einen Killer machte William Tapp im Moment einen ziemlich lächerlichen Eindruck. Rein äußerlich betrachtet, bestand er aus abstehenden Zweigen und verdorrtem Gras. Sah aus wie das Ding aus dem Sumpf, das jemand in der glühenden Sonne der Mojave-Wüste zum Trocknen ausgelegt hat. No Mercy, S. 7

Mein Eindruck:

Spannender Roadtrip mit ungewissem Ausgang

Setting

Das Setting zu dieser Geschichte fand ich wirklich spannend. So viele Geschichte um einen Killer, der seinen Opfern in einer Wüste auflauert und dann ein tödliches Spiel mit ihnen spielt, kenne ich nicht. Routiniert und filmreif jagt der Autor mich durch die Geschichte und ich lasse mich gerne hetzen, weil ich neugierig bin.

Unwahrscheinlich

Einiges an dieser Geschichte ist, trotz aller Spannung, schlecht durchdacht. Ich bin jetzt nicht so der Wüstenkenner, aber wie wahrscheinlich ist es, das zwei Fahrzeuge, direkt nebeneinander eine Panne haben? Da keiner von ihnen, obwohl sie eine ziemlich lange Fahrt durch die Wüste vor sich haben, ausreichend Wasser bei hat? Ich halte das für nicht sehr wahrscheinlich.

Action

Aber mit ausreichend Action vergaß ich solche Kleinigkeiten schnell wieder. Wie schon in No Exit beweist sich James, der Held der Geschichte, als der bessere McGyver und sein Allheilmittel ist Klebeband – und davon reichlich. Offenbar hilft es auch gegen einen Feind, den man weder sieht noch hört und das sogar sehr gut. Aber ob es auch gegen einen schießwütigen Killer hilft?

Hintergrund

Mit den Hintergrundgeschichten der Beteiligten hat sich der Autor übrigens genauso viel Mühe gegeben, wie mit der Action. Mir hat es gefallen, das sehr sympathische Paar näher kennenzulernen. Ich mocht ihre Art, miteinander umzugehen und konnte mich mit so manchem ihrer Probleme identifizieren.

Gesamtpaket

Auch den Killer lerne ich durch eingestreute Kapitel aus Tätersicht näher kennen und ich fand vor allem seine inneren Monologe höchst amüsant. Alles zusammen – die Action,die Hintergrundgeschichte und die Tätersicht – ergeben einen spannenden, kurzweiligen und beinahe filmreifen Thriller. Allerdings wird mir dieses Buch wohl nicht wirklich in Erinnerung bleiben, so gut war dann auch wieder nicht.

Mein Fazit:

No Mercy von Taylor Adams ist ein spannender und amüsanter Thriller, leider ohne jeden Erinnerungswert. Lesen, unterhalten lassen, zuklappen und vergessen. Auch solche Bücher muss es geben.

Buchinfos
  • Titel: No Mercy
  • Originaltitel: Eyeshot
  • Autor/in: Taylor Adams
  • Übersetzer/in: Robert Brack
  • Verlag: Heyne Verlag
  • Genre: Thriller
  • Erscheinungsjahr: 2020
  • ISBN: 978-3-453-44101-9
  • Form: TB,  400 Seiten
  • Preis: 9,99  €
Kategorie: Krimi/Thriller

von Tina

Hallo, mein Name ist Tina und ich blogge hier über die eher mörderischen Seiten des Lebens - nämlich über Thriller und Krimis. Ich hoffe es gefällt dir hier bei mir und vielleicht hinterlässt du mir ja eine klitzkleinen Kommentar! Das würde mich wirklich sehr freuen!

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