Das Gesetz des Bösen

[Rezension] Das Gesetz des Bösen

Das Gesetz des Bösen von David Wilson hat mich hauptsächlich durch den Klappentext angesprochen. Eine Strafanstalt, die gleichzeitig ein Therapiezentrum ist, ist schon mal ungewöhnlich. Dazu ist der Autor Experte auf dem Gebiet der Serienmörder und hat schon etliche Sachbücher zu diesem Thema geschrieben und berät als Kriminologe die britische Regierung.

Das Gesetz des Bösen

David Wilson

In der Strafanstalt Greenbank wird ein ganz neues Konzept getestet. Greenbank ist mehr Therapiezentrum als Strafanstalt und statt zu arbeiten oder Schulabschlüsse und Ausbildungen nachzuholen, werden hier Therapiesitzungen veranstaltet. Dann geschehen brutale, grausame Morde innerhalb des Gefängnisses und der neue Direktor Munro, die Psychologin Kate und der Polizist Knight versuchen herauszufinden was hier passiert – aber die Morde bleiben nicht nur innerhalb der Mauern und die Zeit drängt immer mehr.

Therapeutische Gemeinschaft. An dieses Konzept hatte sich Munro in den vergangenen zwölf Wochen gewöhnen müssen, und bisher war ihm nichts untergekommen, was ihn veranlasst hätte, besonders viel davon zu halten. Für ihn war diese Bezeichnung nichts weiter als ein klangvoller Begriff für lasche Disziplin, untätiges Personal und Nettigkeiten gegenüber Häftlingen, die zum Abschaum der Menschheit gehörten. Das Gesetz des Bösen, S. 10

Mein Eindruck:

Sachbücher und Thriller folgen eigenen Regeln…

Interessanter Ansatz

Das Konzept, dass im Klappentext beschrieben wird und der durchaus interessante Ansatz dazu hatten mich ja zum Kauf bewegt. Allerdings funktioniert der Thriller rund um dieses Konzept so gar nicht, jedenfalls für mich nicht. Vielleicht sollte der Thriller aber auch nur klar machen, das so ein Konzept aus Therapie statt Strafe gar nicht funktionieren kann? Das ist dann jedenfalls geglückt und wird so hoffentlich nirgends eingeführt, denn so wie es hier beschrieben wird, kann es nicht funktionieren.

Grottenschlechte Protagonisten

Wenn es dann, wider erwarten, doch irgendwann mal getestet werden sollte, dann bitte nicht mit diesem Personal. Nicht einer dieser Menschen verhält sich halbwegs professionell und nachvollziehbar. Nachdem ja nun einer Insassen geflüchtete ist, ermittelt die Polizei. Die Psychologin gibt dabei zu, den flüchtigen Serienkiller geküsst zu haben – aber der Ermittler vergisst das großzügig und sie darf weiter bei den Ermittlungen helfen. Der Leiter der Anstalt erreicht tagelang seine Tochter nicht – aber egal, warum sollte der entflohene Sträfling da irgendwas mit zu haben. Immer dieses Mißtrauen und diese Vorurteile, schrecklich.

Grausamkeit allein reicht nicht

Eigentlich haber ich mich beim Lesen ständig über irgendeinen der Protagonisten geärgert Ich konnte überhaupt nachvollziehen, warum sie taten, was sie taten.Vielleicht handelt man in Notlagen nicht professionell, mag sein – aber auch rein menschlich konnte ich nichts von dem verstehen, was sie taten.Vielleicht schreibt der Autor tolle Sachbücher – Thriller schreiben kann er jedenfalls nicht. Sachkenntnis alleine reicht nicht um einen Thriller zu schreiben, auch wenn man jede erdenkliche, grausame  Mordmethode bis zum letzten Blutspritzer detailliert beschreibt.

Mein Fazit:

Das einzig interessante an Das Gesetz des Bösen war das zugrunde liegende Konzept von Therapie statt Strafe. Allerdings reicht das alleine nicht, um einen Thriller zu füllen – ich fühlte mich einfach nur genervt, gelangweilt und verärgert.

Buchinfos

  • Titel: Das Gesetz des Bösen
  • Originaltitel: The Rules of Restraint
  • Autor/in: David Wilson
  • Übersetzer/in: Dietmar Schmidt
  • Verlag und Bestellung: Bastei Lübbe Verlag
  • Genre: Thriller
  • Erscheinungsjahr: 2017
  • ISBN: 978-3-404-17629-8
  • Form: TB,  351  Seiten
  • Preis: 9,90 €

Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier…hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

Über Tina

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