Der Pakt

[Rezension] Der Pakt – Bis dass der Tod uns scheidet

Der Pakt – Bis dass der Tod uns scheidet von Michelle Richmond entführt mich in die sogenannten besseren Kreise. So manchen dort schützt aber auch sein privilegiertes Leben nicht vor dummen Entscheidungen und deren Folgen.

Der Pakt – Bis dass der Tod uns scheidet

Michelle Richmond

Jake und Alice sind ganz frisch verheiratet. In ihren Hochzeitsgeschenken finden sie eine geheimnisvolle Schatulle, die ein dankbarer Mandant von Alice ihnen geschenkt hat. Bald darauf wird ihnen erklärt, dass die Schatulle eine Einladung zu einem exklusiven Club gehört. Dort finden sie eine Gemeinschaft, die ihnen dabei helfen kann, ihre Ehe von Anfang an auf eine solide Basis zu stellen, sie frisch und gesund zu halten um ein gemeinsames, erfülltes Leben zu führen. Klingt alles wirklich super, aber man hätte sich vielleicht das Kleingedruckte ansehen sollen.

Was würde ich dafür geben, alles wieder auf Anfang zurücksetzen zu können – auf die Zeit vor der Hochzeit, vor Finnegan, vor dem Pakt, der unser Leben auf den Kopf gestellt hat. Der Pakt – Bis dass der Tod uns scheidet, S. 10

Mein Eindruck:

Man sollte immer alles lesen bevor unterschreibt

Erfolgreich

Alice ist Anwältin in einer großen Kanzlei, Jack ist Psychotherapeut und hat mit zwei Kollegen gemeinsam eine Praxis. Dadurch haben beide immer mal wieder mit Menschen zu tun, deren Ehe nicht allzu gut funktioniert, für sich und ihre Ehe haben sie etwas besseres vor.

Blind

Vollkommen blind und ohne auch nur einen winzigen Gedanken an die Verpflichtungen und deren Nachteile zu verschwenden, unterschrieben zwei intelligente junge Menschen einen merkwürdigen Pakt. Das ist sicher einerseits sehr weit an der Realität vorbei – aber mit ähnlichen  Maschen ködern jede Menge Sekten ihre Mitglieder,

Strafe

Der Club, zu dem sie fortan gehören möchten, versteht sich als Unterstützungssystem für Ehepaare. In den Verträgen, die Jack und Alice ganz bereitwillig und unbesehen unterschrieben haben, wird jeder Kleinigkeit und jede Regel festgelegt. Verstößt man gegen die Regeln, wird man bestraft. Die Mitglieder müssen die jeweilige Strafe in ihren Alltag integrieren – was gelegentlich auch ein bisschen witzig anmutet.

Drakonisch

Diesen Passus nehmen beide zuerst gar nicht so recht ernst. Aber sehr schnell müssen sie erkennen, dass sie das Regelwerk nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten. Sie haben sich einer Art Sekte oder Kult angeschlossen und müssen schnell lernen, das Bestrafungen auch sehr drakonisch und ebenso fantasievoll sein können. Allerdings bleibt das Geschehen weitestgehend unblutig, ist aber dennoch sehr beängstigend und bedrückend beschrieben.

Beschützerinstinkt

Jake versucht immer wieder, den Fokus der Gruppe auf sich zu ziehen und so Alice zu beschützen. Aber natürlich begibt er sich dadurch immer weiter in Gefahr und spielt dabei durchaus mit seinem Leben. Er versucht krampfhaft einen Ausweg aus diesem Pakt zu finden, findet aber nur heraus, dass noch nie ein Mitglied lebend den Club verlassen hat. Keine guten Aussichten für die beiden …

Mein Fazit:

Der Pakt – Bis dass der Tod uns scheidet ist für mich nicht wirklich ein Thriller, dafür gibt es zuwenig Wendungen und der Thrill hält sich stark in Grenzen. Aber es ist eine wirklich spannende Geschichte, die es auf jeden Fall wert ist, gelesen zu werden.

Buchinfos

  • Titel: Der Pakt – Bis dass der Tod uns scheidet
  • Originaltitel: The Marriage Pact
  • Autor: Michelle Richmond
  • Übersetzer/in: Astrid Finke
  • Verlag:  Diana Verlag
  • Genre: Thriller
  • Erscheinungsjahr: 2019
  • ISBN: 978-3-453-35996-3
  • Form: TB,  560 Seiten
  • Preis: 12,99 €

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