Krimi/Thriller
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[Rezension] Die Pestglocke

Pestglocke

Die Pestglocke von Patrick Dunne stammt auch der bereits erwähnten rebuy-Lieferung.Im Moment bin ich ein bisschen lesefaul und daraus folgt natürlich, dass ich auch rezensierfaul bin. Nicht dass ich nicht genug zu lesen hätte, aber irgendwie habe ich tausend andere Dinge zu tun, die mir wichtiger sind oder aber ich lümmel mich ein bisschen gestresst und genervt auf der Couch herum und lasse mich vom Fernsehen berieseln. Aber das muss ja schließlich auch mal sein, oder nicht?

Die Pestglocke

Patrick Dunne

Die Archäologin Illaun Bowe hat die Erlaubnis auf einem alten Pestfriedhof Ausgrabungen durchzuführen. Am letzten Tag ihrer Arbeit fördern ihre Mitarbeiter zwei Särge ans Tageslicht. Sie versuchen die Särge vorsichtig zu bergen um sie später genauer zu untersuchen, als ein Unglück geschieht. Einer der Särge beginnt zu kippen, während er an der Baggerschaufel hängt und Terry, einer von Illaus Mitarbeitern wird dabei von flüssigen Überresten aus dem Sarg überschüttet. Illaun verfrachtet Terry ins nächstgelegene Krankenhaus, denn sie weiß, dass auch die Leichen der Pesttoten hochgradig ansteckend sein können. Während Terry erst einmal versorgt ist, fährt sie zurück zum Grabungsort um den zweiten Sarg in Augenschein zu nehmen.

Der Unfall mit dem Bleisarg geschah am anderen Ende von Castleboyne, etwa zur selben Zeit, als Arthur Shaw seinen Spaziergang machte. Die Pestglocke, S. 11

Mein Eindruck:

Ich mag Krimis die mit Archäologie zu tun haben

Zuviele Handlungsstränge

Aber genau wie in Keltengrab hat Patrick Dunne hier ein bisschen zu viel versucht. Die Grundstory ist sicherlich sehr interessant und er hätte wirklich viel daraus machen können, aber irgendwie ist es dann doch bei dem Versuch geblieben. Statt sich auf einige wenige Handlungsstränge zu beschränken und diese gut auszuarbeiten, gab es viel zu viele Erzählstränge auf einmal.

Eine tolle Atmosphäre

Die düstere Atmosphäre hingegen ist ihm auch hier mal wieder gut gelungen. Patrick Dunne versteht sich auch in Die Pestglocke wieder einmal gut darauf das „Drumherum“ eindringlich bis bedrohlich zu schildern und ich habe mir sehr schnell ein Bild des Dorfes und der Ausgrabungsstelle machen können.

Ziemlich blasse Charaktere

Die Protagonisten Illaun und Finian bleiben eher blass und Illauns ständige Stimmungswechsel und ihre alle paar Seiten wechselnde Einstellung zu ihrer bevorstehenden Hochzeit sind irgendwann einfach nur noch nervig. Ebenso nervig sind die mehr als plumpen Annäherungsversuche von Groot, einem jungen Pathologen, der Illaun mehr als sympathisch findet.

Viel zu viel Nebenhandlungen

Überhaupt beschäftigt sich das ganze Buch viel zu viel mit Illaun und ihrem etwas chaotischem Privatleben. Eine Liebesgeschichte am Rande ist sicher immer nett, aber irgendwann muss man sich entscheiden was man schreiben möchte – einen Krimi oder eine Art Liebeskomödie. Dazu kommt, dass es im gesamten Buch viel zu viele vollkommen unnötige Informationen gibt, die man beim umblättern gleich wieder vergessen hat.

Ein unlogisches Ende

Das Ende ist allerdings recht passend  zur Geschichte –  unlogisch und ziemlich emotionslos. Als Leser merkt man, dass sich Patrick Dunne zwar viel Mühe gegeben hat, die Handlungsstränge alle miteinander zu verbinden – aber es bleibt eben bei den sicherlich redlichen Bemühungen

Mein Fazit:

Auch dieses Buch hat mich nicht wirklich überzeugen können, was ich wirklich schade finde. Das Thema an sich und der Klappentext haben viel versprochen, aber nur wenig davon gehalten. Ich fürchte ein weiteres Buch von Patrick Dunne werde ich mir nicht mehr antun

Buchinfos
  • Titel: Die Pestglocke
  • Originatitel: The Lazarus Bell
  • Autor: Patrick Dunne
  • Übersetzer Fred Kinzel
  • Verlag: Limes Verlag – leider nur noch gebraucht erhältlich
  • Genre: Krimi
  • Erscheinungsjahr: 2008
  • ISBN-Nummer: 978-3-641-02525-0
  • Form: Hardcover,  384 Seiten
  • Preis: ?? €
Reiheninfos
Kategorie: Krimi/Thriller

von Tina

Hallo, mein Name ist Tina und ich blogge hier über die eher mörderischen Seiten des Lebens - nämlich über Thriller und Krimis. Ich hoffe es gefällt dir hier bei mir und vielleicht hinterlässt du mir ja eine klitzkleinen Kommentar! Das würde mich wirklich sehr freuen!

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