Karwoche

[Rezension] Karwoche

Karwoche von Andreas Föhr liegt schon seit Ewigkeiten in einem meiner Regale herum. Ich hab es irgendwann mal getauscht, danach aber immer wieder vergessen oder unter “les ich später mal”  abgelegt. Grundsätzlich bin ich nicht so der Fan von bayerischer Komik, weil das für meinen Geschmack oft sehr aufgesetzt wirkt. Aber da mir immer wieder gesagt wurde, ich müsse uuunbedingt endlich mal etwas von Andreas Föhr lesen – voilà

Karwoche

Andreas Föhr

Kommissar Wallner ist auf dem Weg in den wohlverdienten Urlaub als er beinahe in einen Unfall mit seinem Kollegen Kreuthner verwíckelt wird. Der hat sich nämlich eine illegales Rennen mit seinem Freund Kilian Raubert geliefert und natürlich möchte er nicht damit auffallen. Also inszenieren die beiden eine Verkehrskontrolle die schon ziemlich viel skurriles hat. Noch skurriler wird es allerdings, als sie auf der Ladefläche von Rauberts Transporter die Leiche einer jungen Frau finden. Kommissar Wallner lässt den Start in den Urlaub natürlich erst mal sausen…

Irgendwann musste es passieren. Kreuthner hatte keine Ahnung, was er dann machen würde. Im Augenblick galt es, sich auf das eine entscheidende Ziel zu konzentrieren: vor Kilian Raubert am Bräustüberl in Tegernsee anzukommen! Karwoche, S. 16

Mein Eindruck:

Nicht alles ist in Bayern gemütlicher …

Interessante Charaktere

Karwoche ist der dritte Band einer Reihe, aber ich fand es auch ohne Vorkenntnisse gut lesbar. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und sehr lebensecht geschildert. Ich kann mir eigentlich alle sehr gut vorstellen – sowohl die netten, als auch die weniger netten und die eher schwierigen Zeitgenossen, die dieses Buch bevölkern.

Zeitsprünge

Aufgeteilt ist das Buch in diverse Kapitel, die immer mit dem jeweiligen Tag des Geschehens betitelt sind. Zwischendurch wechselt man allerdings auch immer mal in die Vergangenheit, was mich zuerst immer wieder irritiert hat, da das jedes mal ganz unkommentiert passiert. Aber man findet sich mit der Zeit recht gut in den verschiedenen Zeiten zurecht.

Fiktive Familie

Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht eine sehr bekannte, sehr wohlhabend Familie, die stellvertretend für diverse medien-bekannte Familien stehen könnte. Die Verbindungen zwischen der fiktiven Familie Millruth und der einen oder anderen aus TV und Presse bekannten Familie zu finden hat mir eine Menge Spaß gemacht :-) Obwohl die zur Schau gestellte Spießigkeit auch abseits von Fernsehen und Presse zu finden ist.

Spannender Plot

Der Krimiplot ist gut, spannend und logisch ausgedacht und für mich auch wirklich meisterhaft erzählt. Die Schilderungen der Ermittlungen wechseln sich immer wieder mit eher komödienhaften Einlagen von Kommissar Kreuthner ab. Das sorgt für eine gewisse Abwechslung und obwohl ich “Krimis mit lustigen Einlagen” nicht so sehr mag, hat mir Karwoche gut gefallen.

Mein Fazit:

Karwoche bietet einen spannenden Plot, abwechslungsreiche Charaktere, ein bisschen Witz und das alles sehr eingängig und flott erzählt. Was will das Krimiherz mehr :-)

Buchinfos

  • Titel: Karwoche
  • Autor/in: Andreas Föhr
  • Verlag: Droemer Knaur Verlag
  • Genre: Krimi
  • Erscheinungsjahr: 2013
  • ISBN: 978-3-426-50859-6
  • Form: TB,  416 Seiten
  • Preis: 9,99 €

Reiheninfo

  • Der Prinzessinnenmörder
  • Schafkopf
  • Karwoche
  • Schwarze Piste
  • Totensonntag
  • Wolfsschlucht
  • Schwarzwasser
  • Tote Hand  

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