Krimi/Thriller
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[Rezension] Wo niemand dich rettet

Wo niemand dich rettet

Wo niemand dich rettet  von Helen Fields habe ich aus reiner Neugier auf die auf meine Liste gesetzt. Ich habe schon viel von Helen Fields gehört, aber noch nichts von ihr gelesen und der Verlagstext klang für mich ganz vielversprechend. Ich mag Thriller mit ganz klassischen Ermittlern an sich immer ganz gerne, aber sie müssen eben auch besonders spannend sein und das scheint bei DI Luc Callanach und DCI Ava Turner der Fall zu sein.

Wo niemand dich rettet

Callanach & Turner 5

Helen Fields

Stephen Berry wird tot aufgefunden, es sieht aus wie Selbstmord. Bereits eine Woche zuvor hat er versucht, sich das Leben zu nehmen, indem er von einer Brücke springt. Ein Berater für Suizidprävention kann ihm diesen Versuch noch ausreden, aber der Erfolg scheint nicht langfristig gewesen zu sein. Das MIT (Major Investigation Team) untersucht den Fall und findet die Selbstmordtheorie nicht schlüssig. Dann gibt es einen weiteren augenscheinlichen Selbstmord, der ebenfalls merkwürdig falsch wirkt. Gibt es da einen Zusammenhang?

Es war eher unwahrscheinlich, dass von seinem Körper genug heil bliebe, um nach dem Sturz erneut verwendet zu werden, aber in einem letzten Akt des Optimismus hinterließ Stephen Berry am Straßenrand seinen Organspendeausweis unter dem Mobiltelefon, den Schlüsseln und der Brieftasche. Zwar würde er auf Wasser treffen, aber der Aufprall würde dennoch verheerend sein. Wo niemand dich rettet, S. 7

Mein Eindruck:

Bedrückendes Szenario

Ermittlungen

In Wo niemand dich rettet begleite ich die Detectives Luc Callanach und Ava Turner bei ihren Ermittlungen in einer Reihe grausamer Morde, die als Selbstmorde inszeniert wurden. Von Anfang  an arbeiten die beiden gegen die Uhr, was schon mal gleich für sehr viel Tempo in der Erzählung sorgt. Aufgeteilt ist das Buch in diverse Kapitel die jeweils mit Tag und Datum betitelt sind.

Opfer

Als Leser erhalte ich tiefe Einblicke in die Ermittlungen der der beiden Detectives, aber auch in deren Gedankenwelt und Theorien die sie entwickeln. Bei den Fällen geht schon oft sehr grausam zu und die Tatsache, dass alle Opfer augenscheinlich Selbstmord bgegangen haben, macht das alles noch sehr viel belastender. Ich finde es immer wirklich schrecklich, wenn jemand offenbar keinen anderen Ausweg mehr sieht.

Charaktere

Insgesamt wird sehr viel Wert auf die verschiedenen Charaktere der Geschichte gelegt. Ich lerne neben den engsten Mitarbeitern des  MIT (Major Investigation Team)  auch die Opfer und deren Familien näher kennen. Gerade die Angehörigen leiden sehr unter dem Verlust, aber vor allem unter dem Gedanken, dass sie dem Opfer nicht haben helfen können. Ich fand das alles schon sehr düster und sehr bedrückend.

Unübersichtlich

All die vielen verschiedenen Menschen, die in irgendeiner Weise, wenn auch nur am Rande, mit den Morden in Verbindung gebracht werden, werden befragt. Das führt zwangsläufig dazu, dass die Geschichte zwischendurch echt unübersichtlich wird. Auch die immer mitlaufende Nebenhandlung, die sich um DI Callanach und seiner familiären Vergangenheit befasst ist wirklich spannend, sorgt bei mir aber duchaus für eine gewisse Verwirrung. Vermutlich hätte ich dann doch nicht mit Band 5 der Reihe starten sollen.

Zweisamkeit

Auch die Verbindung zwischen Callanach und Turner ist nicht ganz einfach. Sie sind Freunde, aber ich habe schon den Eindruck, dass beide gerne mehr wollen, sich aber nicht trauen. Sie tanzen immer um sich und ihre Gefühle herum, wagen aber nicht das alles ein bisschen zu vertiefen. Ich weiß nicht genau, was ich bevorzugen soll – grundsätzlich finde ich Liebespaare, die gemeinsam ermitteln immer nicht so gut.

Mischung

In dieser Mischung aus den kriminellen Handlungen und den Ermittlungen, das Leid der Angehörigen, die Nebenhandlungen – all das bringt schon eine gewisse Schwere in das Buch. Aufgelockert wird das alles aber immer wieder durch DSI Overbeck und DS Lively, die imme rmal wieder mit ein paar frechen Sprüchen für erheiternde Momente sorgen. Allerdings bleibt die Grundstimmung sehr düster und depressiv und ich bin mir noch nicht sicher, ob ich mehr von dieser Reihe lesen möchte.

Mein Fazit:

Wo niemand dich rettet  von Helen Fields ist ein spannender Thriller, der sich mit einem sehr ernsten Thema beschäftigt. Das gescheiht meiner Meinung nach auch in einem sehr respektvollen Ton, trotzdem war mir die dunkle Grundstimmung irgendwie zu viel.

Buchinfos
  • Titel: Wo niemand dich rettet
  • Originaltitel: Perfect Crime
  • Autor/in: Helen Fields
  • Übersetzer/in:Frauke Meier
  • Verlag: Lübbe Verlag
  • Genre: Thriller
  • Erscheinungsjahr: 2021
  • ISBN: 978-3-404-18479-8
  • Form: TB,  479 Seiten
  • Preis: 11,00 €
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Reiheninfos
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