Sühnenacht

[Rezension ] Sühnenacht

Sühnenacht von Peter Laws ist nun mein drittes Buch in Folge, in dem es mehr oder weniger um übersinnliches geht. Ich denke, als nächste widme ich mal wieder den guten, alten, herkömmlichen Morden :-) Aber diese Ausflüge ins “Reich des Übersinnlichen” macht mit zwischendurch immer mal wieder Spaß, vor allem wenn die Bücher gut geschrieben sind. Dann pfeif ich auch gerne mal auf Logik und Naturgesetze :-)

Sühnenacht

Peter Laws

Die Lehrerin eine kleinen Grundschule im Londoner Süden stirbt auf recht bestialische Weise. Sie hatte sich eines Nachts mit ihrem Hund in einem Abstellraum in der Schule eingeschlossen und die Innenseite der Tür mit reichlich okkulten Symbolen versehen. Der Hund, eigentlich ein friedliebendes Tier, hat sein Frauchen dann am Ende regelrecht zerfleischt. Aber wovor hatte die Lehrerin solche Angst? Warum hat der Hund seine Besitzerin angegriffen? Was haben all diese Symbole zu bedeuten? Die Anworten auf diese Fragen soll Ex-Pastor und Professor für Soziologie Matt Hunter liefern.

Dann verschwand die Erinnerung, weil ein Tier laut knurrte. Und diesmal war es real. Es geschah genau in dem Moment, als die Tür aufschwang.Die Eltern hinter Jo hatten vermutet, das Geräusch käme bloß von einer knarrenden Türangel. Aber sie wusste auf Anhieb, dass es ein lebendiges, atmendes Geschöpf war. Sühnenacht, S. 24

Mein Eindruck:

Manchmal ist ein bisschen mehr einfach zuviel …

Ein Ex-Pastor auf Abwegen?

Sühnenacht ist bereits der zweite Band einer Reihe um den Ex-Pastor und Professor für Soziologie Matt Hunter liefern. Man muss den ersten Band Sühneopfer aber nicht zwingend gelesen haben, um der aktuellen Geschichte zu folgen und ein bisschen Spaß an all dem Horror, dem Grusel und den Anspielungen auf Klassiker in dem Genre zu haben.

Starkes Zusammenspiel der Charaktere

Die Intensität  der Geschichte entwickelt sich durch die Erzählung, die sich zwischen Matt und anderen Charakteren bewegt. Vor allem Rachel sticht hier hervor: eine junge Frau, die sich in das Haus zurückgezogen hat, in dem sie Jahre soviel Angst hatte, dass sich eine Panik entwickelte. Letzten Endes hat sie dadurch ihre Schwester getötet

Reminiszenzen an kultige Horrorfilme

Das Haus in der  Barley Road ist eine moderne Interpretation der klassischen Haunted House Filme und von außen betrachtet genauso beängstigend und erschreckend. Ein bisschen Stephen King klingt mit der Frage nach dem Verhalten der Haustiere an, aber trotzdem ist Sühnenacht mehr, als eine konventionelle Horrorgeschichte, sondern auch ein kluger Thriller.

Wem kann man vertrauen?

Die Frage, was denn nun hier passiert ist und wem man vertrauen kann schwebt die ganze Zeit über jeder Szene. Meine persönlichen Favoriten sind die poltergeistähnlichen Sequenzen – aber auch die Seance-Szene, die mir eine ordentliche Gänsehaut beschert hat. Ich liebe es einfach, mich hin und wieder von einer Geschichte in Angst und Schrecken versetzen zu lassen und das ist Peter Laws gut gelungen.

Mein Fazit: 

Sühnenacht ist ein bisschen mehr als eine klassische Horrorgeschichte, aber auch etwas weniger als ein Thriller – also irgendetwas dazwischen. Ich fand es recht unterhaltsam, aber sicher nichts, wovon ich weitere Bände lesen möchte.

Buchinfos

  • Titel: Sühnenacht
  • Originaltitel: Unleashed
  • Autor/in: Peter Laws
  • Übersetzer/in: Arno Hoven
  • Verlag: Bastei Lübbe Verlag
  • Genre: Thriller
  • Erscheinungsjahr: 2020
  • ISBN: 978-3-404-17920-6
  • Form: TB,  477 Seiten
  • Preis: 11,00 €

Matt Hunter

  • Sühneopfer
  • Sühnenacht 

One thought on “[Rezension ] Sühnenacht

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.