Krimi/Thriller
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[Rezension] Bluthaus

Bluthaus

Bluthaus von Romy Fölck  ist der zweite Teil der Elbmarsch-Krimis und ich schätze, ich bin irgendwie durcheinander geraten. Im Moment lese ich gerade “Mordsand”, den vierten Teil der Reihe und dabei ist mir dann aufgefallen, dass ich den zweiten Teil – also diesen hier – zwar gelesen, aber nicht rezensiert habe. Vielleicht hat es mich durcheinander gebracht, dass ich mit dem dritten Teil begonnen habe? Egal – jetzt werde ich da wieder Ordnung reinbringen

Bluthaus

Elbmarsch-Krimi 2

Romy Fölck

Ihr letzter Fall steckt Frida Paulsen noch in den Knochen und so genießt sie ihre Erholungsphase auf dem elterlichen Obsthof in der Elbmarsch. Allerdings gibt es auch viele wichtige Entscheidungen zu treffen, so dass die Erholung immer wieder in den Hintergrund tritt. Als sie dann ein Hilferuf ihrer alten Schulfreundin Jo erreicht, die dann auch noch ganz kurz danach verschwindet, ist Frida nicht mehr zu stoppen. Ihre Ermittlungen führen sie auf die Halbinsel Holnis, auf ein altes Gehöft in dem in der Vergangenheit ein schreckliches Verbrechen stattgefunden hat.

Der Verrat fühlt sich so eisig an wie das Wasser, das um ihre Beine spült. Wellen schlagen hart am Ostseestrand auf. Sie hat Mühe, in der aufschäumenden Brandung das Gleichgewicht zu halten, aber sie bleibt stehen.  Bluthaus, S. 7

Mein Eindruck:

Spannende Mischung

Besuch

Hinter dem auf dem ersten Blick harmlosen Besuch unter Freundinnen steckt natürlich mehr, das ist ganz klar. Friedas Freundin Jo hat auf der Straße eine schwer verletzte Frau gefunden, ihr erste Hilfe geleistet – aber die Frau starb dann doch an ihren schweren Verletzungen. Weil Jo dann anschließend von der Polizei befragt wird, fürchtet sie nun verdächtigt zu werden. Aber bevor Frida etwas für sie tun kann, verschwindet Jo spurlos und diesem Verschwinden muss Frida natürlich nachgehen.

Cold Case

Bei ihren Recherchen stößt Frida auf einen 20 Jahre alten Mordfall und immer mehr Details deuten daraufhin, dass beide Fälle miteinander zu tun haben. Die Geschichte pendelt immer wieder zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart hin und her, was natürlich auch einen Teil der leicht gespenstischen Atmosphäre ausmacht. Das einsam gelegene und seit damals verlassene Haus tut dann sein übriges um mir eine Gänsehaut zu verpassen.

Privates

Auch wenn die Ermittlungen natürlich im Vordergrund stehen, bilden die persönlichen Probleme der Protagonisten einen gewissen verlässlichen Rahmen. Meist bin ich kein großer Fan von privatem Geplänkel in Krimis, aber Romy Fölck hat das für mich sehr schön gelöst. Sowohl ihre Charaktere als auch deren Probleme sind für mich einfach irgendwie normal und ganz gut nachvollziehbar. Außerdem sind sie natürlich auch ein bisschen ein Anker in der Geschichte und bieten gewisse Ruhepausen in den spannenden Ermittlungen.

Showdown

Ansonsten treiben mich kurze, knappe und spannende Kapitel durch die Geschichte. Die Spannung steigt dank immer neuen Wendungen und Erkenntnissen kontinuierlich an und mündet in einem ziemlich dramatischen Showdown. Ich habe mich auch von Bluthaus wieder ganz wunderbar unterhalten gefühlt und habe ein bisschen das irrationale Gefühl mit Frida, Bjarne und all den anderen tatsächlich befreundet zu sein. Mir gefällt das und ich freu mich schon auf viele weitere Elbmarsch-Krimis.

Mein Fazit:

Bluthaus von Romy Fölck verknüpft geschickt einen sogenannten Cold Case mit einem aktuellen Fall und das alles in einer sehr unheimlichen Kulisse. Ich fand sowohl den Fall – oder die Fälle – sehr spannend als auch die privaten Problem wirklich gut dosiert und freue mich auf mehr.

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