Wer Furcht sät

[Rezension] Wer Furcht sät

Wer Furcht sät ist der dritte Band aus der Reihe rund um DC Max Wolfe, den ich mir, wie schon die beiden Teile zuvor, wieder als Hörbuch gegönnt habe. Daran ist auch der Sprecher Dietmar Wunder nicht ganz unschuldig, ich liebe seine Art, den Protagonisten Leben einzuhauchen. Ich glaube ich würde mir auch eine Abhandlung über die Wiedervereinigung der Spalt-Tablette anhören, wenn er sie liest :-)

Wer Furcht sät

Tony Parsons

Ein verurteilter Pädophiler, der seine Strafe abgesessen hat, wird medienwirksam hingerichtet. In windeseile erreicht das dazugehörige Video im Internet unglaubliche Klickzahlen. Kurze Zeit später ereilt ein Unfallfahrer mit guten Anwälten und einen Hassprediger dasselbe Schicksal. Der selbsternannte “Club der Henker” will für mehr Gerechtigkeit in London sorgen und die Medien helfen dabei kräftig mit. In dieser aufgeheizten Atmosphäre muss Wolfe die Mitglieder des Clubs ausfindig machen und sie dann ihrer gerechten Strafe zuführen.

Nach dem Freitagsgebet kehrte Mahmud Irani zu seinem geparkten Taxi zurück, und der Mann, der ihn töten würde, stieg schon wenige Minuten später zu ihm in den Wagen. Wer Furcht sät, S. 9

Mein Eindruck:

Was ist gerecht, was nicht …

Grausiger Einstieg

Wie schon in den anderen Bänden beginnt man wieder mitten in einem Fall und erlebt den Tod von Mahmud Irani quasi hautnah mit. Jede Einzelheit wird genau beschrieben und so wird man schon von Anfang an von den Ereignissen gefesselt. Ich habe mich ja schon beinahe an diese Marotte Parsons gewöhnt – aber eine Gänsehaut macht es mir immer wieder.

Privat und Beruf

Auch in Wer Furcht sät mischt sich wieder privates und berufliches. Vermutlich soll das Privatleben Wolfes ihn ein bisschen weniger unnahbar und abgeklärt wirken lassen, was für mich aber eher halbherzig funktioniert. Allerdings stört mich diese Unnahbarkeit auch nicht wirklich – eher wirkt der Wechsel vom abgeklärten Ermittler zum liebevollen Dad für mich ein bisschen unglaubwürdig.

Selbstjustiz

Was ebenfalls so ist wie immer, ist Max Wolfes Risikobereitschaft, die für mich übrigens auch nicht zum Bild des liebevollen Dads passt. Die Folgen davon sind mal wieder jede Menge Verletzungen, die er aber eher locker wegsteckt.Auch in seinem näheren Umfeld, passieren etliche Dinge, die den Leser über das Thema Selbstjustiz nachdenken lassen.

Schwieriges Thema

Ich fand Tony Parsons herangehensweise an dieses Thema ausgewogen und ich habe immer mal wieder gefühlt die Seiten gewechselt. Gelegentlich konnte ich nachvollziehen, warum die Leute taten, was sie taten – aber natürlich weiß ich, dass so etwas nicht richtig ist. Aber gerade, wenn es z.B. um das eigene Kind geht, kann man da wohl kaum politisch korrektes Denken erwarten.

Mein Fazit:

Wer  Furcht sät ist ein spannendes Buch mit einem sehr schwierigen Grundthema, dass den Leser immer wieder nachdenklich macht. Wer davor nicht zurückschreckt und eine spannende Story liebt, dem kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen

Hörbuchinfos

  • Titel: Wer Furcht sät
  • Autor: Tony Parsons
  • Originaltitel: The Hanging Club
  • Übersetzer: Dietmar Schmidt
  • Erzähler: Dietmar Wunder
  • Verlag und Bestellung: Lübbe Audio
  • Genre: Thriller/Krimi
  • Erscheinungsjahr: 2016
  • ISBN: 978-3-7857-5346-0
  • Form: Hörbuch, Audio-CD, 295 Minuten
  • Preis: 10,00

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Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier…hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

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