Dünengrab

[Rezension] Dünengrab

Dünengrab von Sven Koch handelt in Werlesiel – einem fiktiven Ort, irgendwo auf einer Insel und irgendwie in der Nähe von Wilhelmshaven :-) Ich kenne Sven Koch von seinen Büchern über die Polizeipsychologin Alexandra von Stietencron, wollte aber unbedingt auch mal seine Küstenkrimis ausprobieren. Die Reihe um Tjark Wolf und Femke Folkmer hörte sich an, als passe sie perfekt in meine Beuteschema und so habe ich bei mir bei audible*(werbelink) die Hörbuchversion zu Dünengrab gegönnt.

Dünengrab

Sven Koch

Der alte Fokko Broer aus Werlesiel hat eines Nachts ein gruseliges Erlebnis. Es läutet Sturm an seiner Tür, er öffnet und ein recht ramponiertes, blutendes junges Mädchen steht dort. Er kann kaum blinzeln, da ist sie auch schon wieder verschwunden und er meint, die Augen eines Monsters wahrgenommen zu haben. Zu Fokkos Grundproblemen gehört allerdings auch übermäßiger Alkoholgenuss und so weiß er noch nicht mal, ob er sich selber glauben kann, was er da gesehen hat. Tatsächlich gab es einen Unfall – aber offenbar kein Opfer-

Der Nebel taucht wie aus dem Nichts auf, und wer sich nicht auskennt oder im Watt ohne Kompass unterwegs ist, muss sich unweigerlich darin verirren. Dünengrab, S. 5

Meine Meinung:

Nebel und Watt sind immer eine mörderische Kulisse

Erfolgreich

Fokko Broer beschließt trotz seiner Zweifel an sich selbst die Sache zu zu melden und tatsächlich gab  es wohl in der Nacht einen Verkehrsunfall, allerdings ist weit und breit kein Opfer zu finden. Die örtliche Polizeichefin sichert ein paar Spuren und meldet das Ganze an ihre vorgesetzte Dienststelle, die daraufhin den erfolgreichen Ermittler und Buchautoren Tjark Wolf schickt. Nicht weil er so erfolgreich ist, sondern eher weil sein Chef ihn so gar nicht leiden kann.

Duo

Tjark und Femke finden recht schnell einen Draht zueinander, vor allem nachdem sie bei ihren Untersuchungen zwar nicht auf das immer noch vermisste Unfallopfer stoßen, dafür aber auf ein Massengrab. Tatsächlich kommen sie, nicht ganz gefahrlos dem Serienmörder, der hier seine Opfer beerdigt, auf die Spur. Am Ende läuft alles auf einen Showdown im nebeligen Watt hinaus, nicht ganz realistisch, aber spannend.

Opfersicht

Immer wieder spannend, aber auch beängstigend ist die Sicht des Opfers. Aber ich fand ihren Willen, nicht aufzugeben immer wieder beeindruckend. Auch ihr Erfindungsreichtum, der schon beinahe an MacGyver erinnerte lies mehr als einmal Bewunderung bei mir aufkommen. Sie wusste ja gar nicht, ob überhaupt jemand nach ihr suchte, trotzdem hat sie sich immer wieder selbst motiviert nicht aufzugeben.

Stichwortgeberin

Da die Krimireihe ja ausdrücklich Tjark und Femke als Protagonisten hat, müsste hier noch einiges passieren. In Dünengrab hat Femke vielleicht gerade mal die Rolle der Stichwortgeberin und das auch nicht besonders häufig. Alles dreht sich vor allem um Tjark, seine Phobie vor Gewässern, seine Comicsammlung, seine Probleme mit seinem Vorgesetzten und sein Erfolg als Buchautor.

Hoffnung

Aber auch andere aus Tjarks Team kamen ein bisschen zu kurz, man kann halt nicht alle gleichermaßen gut und ausführlich vorstellen. Das ist das schöne an Buchreihen, da bleiben immer weiter Bände, um jeden mal zum Zug kommen zu lassen. Dünengrab glänzt jedenfalls mit einem spannenden Plot und einer traumhaften, ein bisschen gruseligen, Kulisse. Mit hat das Buch auf jeden Fall Lust auf mehr gemacht und ich werde mir sicher noch mehr Bände anhören.

Mein Fazit:

Dünengrab ist ein spannender erster Teil der Reihe, der mir wirklich Lust auf mehr gemacht hat. Ich freue mich schon auf weitere Bücher aus der Reihe – die es ja Gott sei Dank schon gibt :-)

Hörbuchinfos

  •  Titel: Totenmond
  •  Autor: Sven Koch
  •  Erzähler: Reinhard Scheunemann
  •  Verlag: Audible Studios
  •  Genre: Thriller
  •  Erscheinungsjahr: 2013
  •  Form: Hörbuch, ungekürzt, 12 Stunden 55 Minuten
  •  Preis: 9,95 oder 1 Guthaben im Abo

Wolf und Folkmer

  • Dünengrab
  • Dünentod
  • Dünenkiller
  • Dünenfeuer
  • Dünenfluch
  • Dünenblut

Alexandra von Stietencron

Dänemark-Thriller

  • Kalte Sonne
  • Schwarzer Fjord (vorauss. März 2020)

2 comments on “[Rezension] Dünengrab

  1. Obwohl ich die Kulisse am Meer und Strand sehr mag, konnte mich das Dünengrab nicht so sehr überzeugen, wie beispielsweise “Purpurdrache” oder “Brennen muss die Hexe”.
    Bei der untergeordneten Rolle von Femke und ihren Kollegen gebe ich dir total recht. Schade eigentlich.
    LG
    Sabienes

    1. “Brennen muss die Hexe” war das erste Buch, dass ich von ihm gehört habe, das fand ich total super, dann habe ich “Totenmond” gehört, das fand ich dann ziemlich nervig :-) “Dünengrab” ist da dann eher dazwischen, vielleicht ein bisschen langatmig, aber spannend :-) Aber ich werde dem zweiten Teil auf jeden Fall eine Chance geben, vielleicht kommt Femke da ja etwas besser weg…

      LG
      Tina

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