Dunkel leuchten die Klippen

[Rezension] Dunkel leuchten die Klippen

Dunkel leuchten die Klippen ist bereits der zweite Band einer recht neuen Reihe, die auf den Scilly-Inseln zu Hause ist. Grundsätzlich klingen diese Scilly-Inseln für mich ja irgendwie verlockend – so ein bisschen wie eine heile Welt inmitten von Chaos. Aber natürlich weiß ich dass das einfach meine Urlaubsfantasien sind und ich nie im Leben so abgelegen wohnen möchte. Meinen Alltag hätte ich gerne etwas bequemer und einfacher als es auf einsamen Inseln so möglich wäre.

Dunkel leuchten die Klippen

Kate Penrose 

An einem kalten, klaren Frühlingsmorgen wird vor einer Höhle, inmitten der  rauhen Klippen von Tresco, der leblose Körper der Taucherin Jude Trellon geborgen. Sie war an den Klippen festgebunden und in ihrem Rachen findet sich die kleine Figur einer Meerjungfrau. Jude war eine sehr erfahrene Taucherin und so fragt sich jeder, was sie wohl mitten in der Nacht und ganz alleine in einer recht gefährlichen Höhle gesucht hat. DI Ben Kitto untersucht ihren Tod und gerät dabei selber in Gefahr.

Mein freier Tag beginnt damit, dass der Hund mich aus dem Schlaf reißt. Um sechs Uhr morgens kratzt etwas Raues über meine Wange, und als ich die Augen aufschlage, rekelt Shadow sich auf dem Kissen, die Pfote schwer auf meiner Brust. Dunkel leuchten die Klippen, S.13

Mein Eindruck:

Wo Licht ist, ist auch Schatten

DI Benn Kitto

DI Ben Kitto wurde ja bereits im ersten Band der Reihe vorgestellt. Aber für alle ,die so wie ich diesen ersten Band verpasst haben, gibt es die wichtigsten Infos auch nochmal hier. Er hat seinen Dienst bei der Metropolitan Police gegen die Stelle als stellvertretender Polizeichef der Scilly Inseln getauscht, da er ursprünglich auch von einer er Inseln stammt.

Inselbewohner und deren Geheimnisse

Hier geht es zwar etwas geruhsamer zu, aber auch nicht unbedingt immer einfacher. Das beweist der neueste Fall der toten Taucherin, der für viel Entsetzen unter den Inselbewohnern führt. Man könnte glauben, auf diesen kleinen Inseln mit der sehr überschaubaren Anzahl an Einwohnern gäbe es keine Geheimnisse – aber weit gefehlt. Es gibt ganz offenbar auch ein Leben abseits vom klischeehaften segeln und tauschen.

Leute beobachten

Genau da ist Ben Kitto der richtige Ermittler, denn er stammt ja selber von der Insel Bryher und kennt viele der Einwohner und deren Marotten, aber auch so manches Familiengeheimnis. Einen großen Teil seines Charmes zieht das Buch daraus, dass mir als Leser die Einwohner nahe gebracht werden und man ein bisschen selber zu einem Teil ihres Lebens wird – jedenfalls in der eigenen Phantasie :-)

Viele Verdächtige

Der Fall selbst lädt dazu ein, selber zu ermitteln und schnell habe ich eine ziemliche Anzahl von Verdächtigen :-) Um die Zahl etwas einzugrenzen mache ich mich also zuerst auf die Suche nach dem Motiv und bald bietet sich auch ein Verdächtiger förmlich an. Aber ob ich da auch den Richtigen erwischt habe? Oder war die Lösung dann doch zu einfach? Mir machen diese Art von Krimis immer viel Spaß :-)

Mein Fazit:

Dunkel leuchten die Klippen von Kate Penrose ist ein angenehm zu lesender Krimi, der eine spannende Tat, einen smarten Ermittler und eine idyllische Location gekonnt vereint. Mir hat das Buch viel Spaß gemacht und ich kann es als kurzweilige Lektüre nur weiterempfehlen.

Buchinfos

  • Titel: Dunkel leuchten die Klippen
  • Originaltitel: Ruin Beach
  • Autor/in:  Kate Penrose
  • Übersetzer/in: Birgit Schmitz
  • Verlag: Fischerverlage
  • Genre: Krimi
  • Erscheinungsjahr: 2020
  • ISBN: 978-3-596-70350-0
  • Form: TB,  448 Seiten
  • Preis: 14,99 €

Ben Kitto Reihe

  • Nachts schweigt das Meer
  • Dunkel leuchten die Klippen

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