Neuerscheinungen in 2021
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Neu im November (6)

Blogpost Neu November 2021 (6)

Neu im November (6) – Jetzt wird es historisch und es geht vom Jahre  632 über das Mittelalter bis zur Nachkriegszeit – wobei letzteres ja eher in Richtung True Crime geht. Aber ich mag es generell in alten Zeiten zu stöbern  und bin immer wieder beeindruckt wie gut sie auch seinerzeit Fälle ganz ohne Computer und Gedöns  gelöst haben. Allerdings war das auch  deutlich schwerer und vieles ist sicher erst gar nicht entdeckt worden.

Feuerbach 

FeuerbachMarkus Flexeder

1922: In Zeiten von Massenarbeitslosigkeit und politischer Unsicherheit nach dem Ersten Weltkrieg zieht der junge Leopold Kruger nach München, um Schriftsteller zu werden. Er lebt bei seinem Onkel Carl Feuerbach, einem Kriegsveteranen und Mann voller Geheimnisse. Über den leitenden Ermittler der Kriminalpolizei, Joseph Obermeier, der ein guter Freund Feuerbachs ist, bekommt Leopold Details einer Mordserie mit, die ganz Europa erschüttert: Mehrere Leichen mit Bisswunden werden gefunden und erinnern an den gerade im Kino laufenden Film Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens. Die Jagd auf den Killer beginnt, und niemand scheint der zu sein, der er zu sein vorgibt … In Tagebüchern offenbart Leopold sein Schicksal.


Nachts wenn der Teufel kam  

Nachts wenn der Teufel kamRoman und Dokumentation

Will Berthold & Michael Farin

“Monster in Menschengestalt” titelte die Neue Zeit 1946, als der Fall Bruno Lüdke nach dem Ende der Nazizeit langsam ans Licht kam. 1950, in einem Artikel in Der Spiegel über Kriminalfälle der NS-Zeit, aber wurde er dann erstmals aufgerollt. Noch sehr viel ausführlicher dargestellt, mit erstaunlichem Fotomaterial, wurde diese historische Kriminalgeschichte des weiteren 1956/1957 in der Zeitschrift Münchner Illustrierte, in einem “Dokumentarbericht” in Fortsetzungen. Verfaßt hatte die Story, nach Original-Polizeiakten, der Autor und Journalist Will Berthold, unter dem Titel Nachts, wenn der Teufel kam. Der Stoff wurde noch 1957 von dem Remigranten Robert Siodmak unter demselben Titel mit Mario Adorf in der Titelrolle verfilmt und 1958 mit zehn Bundesfilmpreisen ausgezeichnet. Die vorliegende Publikation ermöglicht, in all seinen Facetten, erstmals den uneingeschränkten Blick auf dieses “Paradebeispiel” der faschistischen NS-Kriminologie und Entartungstheorie und dokumentiert das Entstehen eines Phantasmas: Die Mythisierung Bruno Lüdkes zum berüchtigsten deutschen Serienmörder.


Talberg 1935 

Talberg 1935Talberg 1

Max Korn

Der Lehrer Steiner hat einen Turm bauen lassen. Angeblich für Vermessungszwecke. Doch im Wirtshaus erzählen sie sich, er beabsichtige, seine Frau dort hinunterzuwerfen. Aber dann liegt er selber unten, mit zerschmettertem Schädel und leeren Augen. Wer hat seinen perfiden Plan für sich missbraucht? Und wer erbt jetzt den Hof, den der Lehrer nie haben wollte? Seine Frau? Oder der ungeliebte Bruder, dessen Name voreilig ins Kriegerdenkmal gemeißelt worden war? Doch er kehrte zurück, und statt seines Lebens hat er nur einen Arm im Krieg gelassen – und jegliche Menschlichkeit.


Tod den finsteren Mächten

Tod den finsteren NächtenSchwester Fidelma 31

Peter Tremayne

Irland 672: König Colgú und Prinzessin Gelgéis wollen in wenigen Wochen heiraten. Doch kurz vor dem Fest erreicht Colgú die Nachricht, dass die Prinzessin spurlos verschwunden ist. Mit zwei Begleitern ist sie aus rätselhaftem Grund aufgebrochen – einen von ihnen hat man ermordet in den Bergen gefunden. König Colgú wendet sich an seine Schwester Fidelma und bittet sie um Hilfe. Als Pilger verkleidet, macht sie sich mit Bruder Eadulf auf die fieberhafte Suche nach der Prinzessin – und begibt sich tief hinein in Feindesland.


Der Tod des Taschenspielers

Der Tod des TaschenspielersAuguste Fuchs 2

Ulrike Bliefert

Berlin, 1896: Spiritistische Zirkel, Geisterfotos und Botschaften aus dem Jenseits haben Hochkonjunktur! Als der Magier »Adolphe le Magicien« – bürgerlich Adolf Klingbeil – bei einer Bühnenprobe im Apollo Theater von einem herabstürzenden eisernen Taubenkäfig erschlagen wird, darf die junge Fotografin Auguste Fuchs inoffiziell Fotos vom Tatort machen. Als auf einem der Bilder ein seltsames Schattenwesen zu sehen ist – nicht Mensch, nicht Tier – verbreitet sich in Windeseile das Gerücht, dass hier Kräfte aus dem Jenseits am Werke waren. Augustes Foto macht Furore, und im Nu ranken sich die abenteuerlichsten Theorien um Klingbeils Tod. Doch spätestens als Kommissar von Barnstedt nur mit knapper Not einen Anschlag überlebt, wird klar, dass man es hier mit ausgesprochen diesseitigen Tätern zu tun hat ± und mit einem höchst brisanten Geheimnis. Neben Auguste und den beiden Kommissaren sind natürlich wieder alte Bekannte wie Augustes Tante Hattie, der Jung-Pathologe Reginald Wündrich, Rechtsanwalt von Ihlow und der vorwitzige Liftboy Luis mit von der Partie.


Das Haus in der Half Moon Street  

Das Haus in der Half Moon StreetLeo Stanhope 1

Alex Reeve

London 1880. Leo Stanhope, Assistent der Gerichtsmedizin, macht eine merkwürdige Entdeckung: In der Jackentasche eines angeblich in der Themse ertrunkenen Mannes findet er eine Ale-Flasche, in deren Etikett das Wort »Mercy« eingeritzt ist. Kurz darauf landet eine zweite Leiche aus der Themse auf seinem Tisch, und ihr Anblick wirft Leos Leben gewaltsam aus der Bahn: Es ist Maria, seine große Liebe. Und sie wurde ermordet. Bald fällt der Verdacht auf ihn, und so macht er sich selbst auf die Jagd nach dem Mörder. Doch dabei droht sein lange gehütetes Geheimnis ans Licht zu kommen – und das könnte ihn nicht nur die Freiheit, sondern sogar das Leben kosten.

Links
Alle Titel- Links führen zu den jeweiligen Verlagen, die Eigentümer der Cover und des Klappentextes sind. Wenn ich Rezensionen zu den vorgestellten Titeln habe, werde ich sie nachträglich hier verlinken. Erscheinungstermine können sich jederzeit ändern.

2 Kommentare

  1. Huhu Tina!
    Bei mir geht heute ebenfalls der Neuerscheinungsbeitrag online und ähnlich wie du, habe ich diesmal nur historisches dabei – so ein Zufall! „Das Haus in der Hslf Moon Street“ hat jedenfalls unser beiderseitiges Interesse geweckt =) „Nachts wenn der Teufel kam“ werde ich mir auf jeden Fall vormerken, solche Dokumentationen finde ich immer sehr spannend.

    Liebe Grüße!
    Gabriela

    • Hallo Gabriela, manchmal bieten sich historische Stoffe ja einfach an und ich finde, ganz subjektiv, im den dunkleren Monaten gibt es da einfach mehr von. Aber das kann auch täuschen 🙂
      Liebe Grüße
      Tina

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