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[Rezension] Das Atlantis-Gen

Das AtlantisGen

Das Atlantis-Gen von A.G. Riddle wurde vom Heyne-Verlag ja ziemlich groß angekündigt, als Blockbuster des Jahres und was da alles so zugehört, und da konnte ich einfach nicht widerstehen, zumal es eben um eine ziemlich abgefahrene Verschwörungstheorie geht. Ich gebe zu, ich mag gut konstruierte Verschwörungstheorien – auch wenn ich sie nicht glaube, finde ich diesen “was-wäre-wenn”-Aspekt spannend.

Das Atlantis-Gen

A.G. Riddle

Die Genetikerin Dr. Kate Warner forscht im Bereich Autismus und hofft einen entscheidenden Durchbruch erreicht zu haben, der Autisten ein besseres, sozial eingebundenes Leben ermöglichen soll. Ohne jede Vorwarnung wird ihre Forschungseinrichtung in Jakarta überfallen und Kate, genau wie ihre Probanden, entführt. Nicht anders ergeht es den Mitarbeitern von Clocktower, einer Geheimdienstorgansisation, die plötzlich zum Ziel mehrerer, zeitgleicher Anschläge weltweit wird. David Vale, ein hochrangiger Mitarbeiter dort muss versuchen zu retten, was noch zu retten ist.

Dieser Roman ist frei erfunden, abgesehen von den Passagen, die es nicht sind. Das Atlantis-Gen, S.6

Mein Eindruck:

Ich liebe diesen Eingangssatz!

Zwischen Ort und Zeit

Zu Anfang haben mich die vielen Ortswechsel und diverse Zeitsprünge etwas verwirrt, aber ich kam ziemlich schnell dahinter, wie das denn nun zusammenhängt. Für den Verlauf des Buches ist allerdings wichtig, auch diese entsprechenden Teile der jüngeren Vergangenheit zu kennen, denn darauf baut ein Teil der Geschichte auf.

Reichlich Action

Nach dieser kurzen Einführung geht es allerdings rasant weiter und die Ereignisse überschlagen sich regelmäßig. Schießereien, Explosionen und Erkenntnisse der Protagonisten erfolgen beinahe im Minutentakt oder besser Seitentakt. Wobei der eine etwas schneller schaltet als andere und als Leser bin ich eh im Vorteil, weil ich immer ein bisschen mehr weiß, als die handelnden Personen. Aber nie genug, um zu wissen wie es tatsächlich weitergeht.

Ein bisschen Genetik

Im Verlauf des Buches lerne ich dank Dr. Warner ein bisschen was über Genetik und auch über sehr waghalsige Theorien, wie z.B. das „Toba-Protokoll“ das es tatsächlich gibt, wie ich herausgefunden habe. Diese Theorie ist die Grundlage für alles, was im Buch passiert. Die geheimnisvolle Firma Immari hat nämlich vor, auf Grund dieser Theorie einen Großteil der Weltbevölkerung auszulöschen. Kate Warner und David Vale versuchen nun, das mit aller Kraft zu verhindern. Warten wir mal ab, ob sie erfolgreich sind.

Ansprechender Schreibstil

A.G. Riddles Schreibstil ist wunderbar leicht und flüssig zu lesen, auch in den Passagen, in denen er ziemlich komplizierte Dinge aus der Genetik erklärt, ohne dabei trivial zu werden. Seine Mischung aus Action, Wissenschaft, Geschichte, Science Fiction und Verschwörungstheorie ging für mich auf jeden Fall auf – ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Als Auftakt zu einer Trilogie macht er auf jeden Fall neugierig auf mehr.

Sympathische (oder auch unsympathische) Helden

Auch die handelnden Personen sind gut und bildhaft beschrieben, ich habe meine Sympathien jedenfalls recht schnell festgelegt. Manches ist vielleicht ein bisschen übertrieben, David Vale wird so oft verwundet, dass ich dabei unwillkürlich an John McClane aus“ Die Hard“ denken musste, aber ich habe diese Filme schließlich auch geliebt.

Mein Fazit:

Das Atlantis-Gen von A.G. Riddle ist eine gelungene Mischung aus Geheimdienst, Action und Wissenschaft und macht darauf, wie es weitergeht. Ich finde  Die Geschichte ist genau die richtige Sommerlektüre für alle, die es gerne spannend mögen, ob am Strand oder sonstwo.

Buchinfos
  • Titel: Das Atlantis-Gen
  • Originaltitel: The Atlantis Gene
  • Autor: A.G. Riddle
  • Übersetzer/in: Marcel Häußler
  • Verlag: Heyne-Verlag
  • Genre: Thriller, Science Fiction
  • Erscheinungsjahr: 2015
  • ISBN: 978-3-453-53475-9
  • Form: Taschenbuch, 640  Seiten
  • Preis: 9,99 € 
Reiheninfos

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