Drei kleine Lügen

[Rezension] Drei kleine Lügen

Drei kleine Lügen ist bereits der zweite Thriller aus der Feder von Laura Marshall. Ihr erstes Buch hat mir auch wirklich gut gefallen auch wenn ich Anfangs etwas skeptisch war. Aber ich mochte damals diese Entwicklung von Ereignissen aus der Jugend und deren Auswirkungen auf den erwachsenen Menschen. Der Titel ist für mich schon mal gut gewählt, denn wer hat noch nie gelogen und dadurch irgendwelche Ereignisse ausgelöst ?

Drei Kleine Lügen

Laura Marshall

Sasha und Ellen sind schon seit Teenagerzeiten beste Freundinnen und so haben sie auch später eine gemeinsame Wohnung in London bezogen. Gemeinsam genießen sie alle Annehmlichkeiten, die das Erwachsenenleben so bietet, bis zu dem Tag, als Sasha spurlos verschwindet. Da Sasha eine erwachsene Frau ist, die tun und lassen kann, was sie will, will die Polizei nicht ermitteln. Aus ihrer Sicht gibt es keinen Grund, aber Ellen weiß etwas aus ihrer gemeinsamen Vergangenheit, was sie den Polizisten nicht erzählen kann.

Zwölf Jahre Freundschaft sollten mit einem gewissen Verständnis, einem gewissen Durchblick einhergehen. Im Grunde sollten wir einander nicht mal erzählen müssen, was gerade los ist oder wie wir uns fühlen – wir sollten es einfach wissen. Drei kleine Lügen, S. 14

Mein Eindruck:

Lügen können sich tatsächlich rächen …

Glanz in der Hütte

Sasha und Ellen sind schon seit ihren Teeangerjahren befreundet – oder zumindest so etwas ähnliches. Irgendwann zog Sasha mit ihren recht glamourösen Eltern und zwei Brüdern in die unscheinbare, langweilige Wohngegend in der Sasha und ihre bis dato beste Freundin Karina aufwachsen und mischen dort alles ordentlich auf.

Geblendet und bevormundet

Von dem Augenblick ihre Einzuges an verändern Sasha und ihre Familie das Leben der beiden Mädchen und das nicht unbedingt immer zum besseren. Ellen fühlt sich vom eher glanzvollen Lebensstil der Familie Monkton angezogen und lässt sich bereitwillig vor allem von Sasha beeinflussen und bevormunden.

Die Vergangenheit ruft

Auch später, als die beiden jungen Frauen in London eine gemeinsame Wohnung haben, bestimmt Sasha wo es lang geht. Als sie dann plötzlich verschwunden ist und die Polizei nicht helfen will sie zu suchen macht sich Ellen allein auf die Suche und muss sich dabei mit ihrer gemeinsamen Vergangenheit auseinandersetzen.

Damals und heute

Die abwechselnden Erzählebenen von damals, also zu dem Zeitpunkt als die jungen Frauen sich als Teenager begegneten und heute gewähren mir viele Einblicke in das komplizierte Verhältnis der beiden. Doch jetzt, wo Sasha verschwunden ist muss Ellen feststellen, dass sie ihre Freundin offenbar gar nicht wirklich kannte.

Manipulatives Ego

Bei Sasha war ich mir relativ schnell sicher, dass sie eine manipulative Person war, die sich nur für ihr eigenes Wohlergehen interessierte. Sie schien Ellen meist wie eine Art privilegierte Hausangestellte mit Blitzableiterfunktion zu sehen und zu behandeln. Ellen ist mir grundsätzlich sympathischer, aber schlau werde ich aus ihr auch nicht.

Verunsichert und überrascht

Aber je tiefer ich in die alten Geschehnisse eindringe, desto unsicherer werde ich mir im Bezug auf Ellens Rolle. Aber auch diese hat ganz schön an all den Erkenntnissen zu knabbern, die ihr nach und nach offenbar werden. Nach vielen überraschenden Wendungen ist das Ende vielleicht nicht ganz so überraschend – aber trotzdem spannend :-)

Mein Fazit:

Drei kleine Lügen von Laura Marshall ist ein gut gestrickter, spannender Thriller um Liebe, Freundschaft, Ehrlichkeit und Lügen. Ich mag, wie Laura Marschall mich in ihren Geschichten durch Rückblenden “anfüttert” und mich dadurch zu einer Art stillem Ermittler macht.

Buchinfos

  • Titel: Drei kleine Lügen
  • Originaltitel: Three Little Lies
  • Autor/in: Laura Marshall
  • Übersetzer/in: Leena Flegler
  • Verlag: Blanvalet Verlag
  • Genre: Thriller
  • Erscheinungsjahr: 2019
  • ISBN: 978-3-7341-0795-5
  • Form: TB,  400 Seiten
  • Preis: 9,95 €

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