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[Rezension] Judassohn

Judassohn

Judassohn habe ich direkt im Anschluss an Kinder des Judas gelesen und auch dieses Buch lese ich nicht zum ersten Mal. Beim ersten Lesen habe ich hin und wieder gerne vor lauter Ungeduld wie es weitergeht gerne mal ein paar Seiten übersprungen und jetzt das eine oder andere entdeckt was ich damals überlesen habe.  Außerdem kann ich mich so, wenn ich die Bücher sozusagen „am Stück“ lese viel besser an die Personen, die in allen Büchern immer wieder auftauchen und die Zusammenhänge besser erinnern Eine weitere, nicht unerhebliche Erkenntnis beim zweiten Lesen : Auch wenn man die Handlung an sich schon kennt sind die Bücher immer noch spannend.

Judassohn

Markus Heitz

Gut getarnt lebt Sia mittlerweile in Leipzig und wacht über ihre Nachkommen, Elena und deren Tochter Emma, denen sie ihr eigenes Schicksal ersparen möchte. Als sie eines Nachts mit ihrem Motorrad durch das verschneite Leipzig nach Hause fährt begegnen ihr zwei Autos, die ihre Aufmerksamkeit erregen. Sie beschließt ihnen zu folgen und landet so im Krematorium der Stadt. Neugierig beobachtet sie zuerst was die Leute die sie verfolgt hat dort treiben, wird dann aber, mehr oder weniger ungewollt, in einen Kampf verwickelt, den sie knapp überlebt. Als sie wenig später zu Hause eintrifft erwartet sie die nächste Überraschung. Eine ihr unbekannte Frau thront auf einem Berg von Leichen und fordert sie heraus. Im Verlauf des Kampfes stellt sich heraus, das Sia es hier mit einem alten Feind aus ihrer Vergangenheit zu tun hat und der will nur eins – Rache!

Mein Eindruck:

Es bleibt blutig

Personenverzeichnis

Um Judassohn ist der Nachfolgeband von Kinder des Judas, allerdings muss den ersten Band nicht gelesen haben um die Handlung. Aber so ganz persönlich bin ich der Meinung, dass es nicht schaden kann. Zu Beginn des Buches gibt es dieses Mal einen Überblick über alle handelnden Personen und einen kurzen Überblick über die verschiedenen Vampirarten. Beides ist recht hilfreich wenn man mal ein bisschen den Überblick über das Vampir-Universum von Heitz verloren hat.

Vergangenheit und Gegenwart

Auch in Judassohn spielen die unterschiedlichen Handlungsstränge in verschiedenen Zeiten – allerdings springt Markus Heitz hier nicht gar so oft hin und her wie sonst. Neu hinzugekommene Protagonisten sind auch in Judassohn wieder sehr detailliert und facettenreich beschrieben und altbekannte Figuren werden konsequent weiterentwickelt. Der historische Teil des Buches handelt zu einem Teil während der französischen Revolution und markante Ereignisse wie z.B. die Erstürmung der Bastille hat Heitz  geschickt in die Romanhandlung eingebunden und mit seiner Geschichte verknüpft.

Start

Die Geschichte startet in der Gegenwart mit Sia und ihrem Zusammentreffen mit einem ihrer Feinde aus der Vergangenheit und wechselt dann zu Tanguy, einem Schilfbauer der  Ende des 18. Jahrhundert gelebt hat. Eine Weile begleitet die Geschichte ihn auf seinem Weg, dann betreten die Vampire Sandrine und Dominic de Marat die Bühne. Die Eine schlägt sich irgendwie zwischen ausschweifenden Mahlzeiten und ebenfalls sehr ausschweifenden Liebesspielen mit ihrer Freundin nach Serbien durch, um dort neuen Problemen gegenüber zu stehen.

Aufregendes Liebesleben

Der Andere ist zuerst so eine Art Robin Hood unter den Vampiren und überfällt – passend zur gerade stattfindenden französischen Revolution – hauptsächlich Adelige, mutiert aber dann zum gnadenlosen Egoisten. Genau wie Sandrine führt er, trotz der stressigen Überfälle, ein noch anstrengenderes, recht detailliert und bildhaft beschriebenes Liebesleben. Nachdem er erfährt, dass auch er zu den Judaskindern gehört versucht er eine Möglichkeit zu finden den Fluch wieder los zu werden.

Handlungsfäden beenden

Alle Handlungsstränge haben auf den ersten Blick nichts  miteinander zu tun, spielen zeitmäßig etwas versetzt und enden alle ein wenig abrupt. Erst am Ende des Buches verrät Markus Heitz dem Leser das Geheimnis hinter den Figuren und lässt die Geschichte zu einem sinnvollen, logischen Ende in der Gegenwart kommen.

Mein Fazit:

Judassohn ist ein gelungener zweiter Teil der Judas-Trilogie. Für meinen Geschmack gab es ein bisschen viel sinnfreies Gemetzel und auch ein bisschen viel Details zum Liebesleben der Protagonisten – allerdings ist beides bei Markus Heitz Büchern nicht so wahnsinnig überraschend.

Buchinfos
Pakt der Dunkelheit

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