Schwarze Klippen

[Rezension] Schwarze Klippen

Schwarze Klippen  ist der zweite Fall für die Reporterin Jennifer Dorey.  In ihrem ersten Band Das tote Mädchen vom Strand war sie gerade zurückgekehrt auf die Insel Guernsey und versuchte sich zurechtzufinden. Ich bin zwar kein großer Fan von Reportern als Ermittler, aber ich fand die Geschichte wirklich spannend, ein bisschen spooky und ich mochte Lara Dearmans Art, die Geschichte zu erzählen. Ich bin gespannt, wie Jennifer Dorey nun mit diesem zweiten Fall umgeht.

Schwarze Klippen

Lara Dearman

Die kleine Insel Sark im Ärmelkanal wirkt auf den ersten, oberflächlichen Blick wirklich idyllisch. Es gibt nur wenige Häuser, keine Autos – aber z.B. auch keine Straßenbeleuchtung. Das der erste friedliche Eindruck trügt wird klar, als in einer Höhle an der schwer zugänglichen Küste ein menschliches Skelett gefunden wird. Kurz darauf wird ein alter Mann brutal ermordet, aber die Journalistin Jennifer Dorey und DCI Michael Gilbert von der Nachbarinsel Guernsey folgen unbeirrt den wenigen Spuren

Er hatte es gesehen, sobald er eingetreten war, aber irgendein Instinkt hatte ihn dazu gebracht, nicht sofort hinzuschauen, und jetzt, da er es tat, bemühte sich sein Gehirn, das Gesehene zu etwas Akzeptablem zu verarbeiten. Schwarze Klippen, S. 9

Mein Eindruck:

Man sollte nicht immer an alles glauben …

Isoliert

Die idyllisch, beinahe vergessen wirkende Insel Sark ist auf jeden Fall sehr speziell. Ihre geografische Lage isoliert die Einwohner seit jeher, was auch zu einer gewissen sozialen Isolation  führt. Das führt wiederum dazu, dass sie niemandem trauen, der nicht von ihrer Insel stammt – weder Politikern, noch Polizisten oder Reportern.

Verschwunden

Jennifer Dorey war als Kind mit ihrem Vater, einem Fischer, oft auf Sark zu Gast. Sie erinnerte sich an glückliche, sonnige Tage, die ein jähes Ende fanden, als das Boot ihres Vaters irgendwann vor sich hin dümpelnd aufgefunden wurde und von ihrem Vater jede Spur fehlte. Die offizielle Version, er sei über Bord gegangen und ertrunken glaubte Jennifer keine Sekunde.

Ermittlungen

Als nun die menschlichen Überreste in der Höhle aufgetaucht sind, reist Jennifer auf die benachbarte Insel Sark. Sie hofft, ganz tief in ihrem Inneren, endlich das Verschwinden ihres Vaters aufzuklären. Auch DCI Michael Gilbert will herausfinden, um wen es sich bei dem Leichnam handelt und ist schockiert, als ein alter Mann in der Nähe der Höhle brutal ermordet wird.

Tempo

Wie schon in ihrem ersten Band springt Lara Dearman von Charakter zu Charakter und von der Gegenwart in die Vergangenheit und wieder zurück. Die Legenden der Insel, die enge Gemeinschaft, die raue See und die hohen Klippen erzeugen wieder einmal diese leicht gruselige, spukige Atmosphäre, die ich schon im ersten Band geliebt habe. Aber es bringt natürlich auch reichlich Tempo in die Geschichte.

Ende

Schwarze Klippen ist zwar Teil einer Reihe, aber man kann da Buch auch bedenkenlos lesen ohne den ersten Teil zu kennen. Geschickt werden vorhandene Zusammenhänge für “Neuleser” eingeflochten ohne “Altleser” zu langweilen. Am Ende werden alle lose Fäden zu einem befriedigendem Ende verknüpft, aber es bleibt auch genug Raum, um sich einen weiteren Teil vorzustellen. Mich würde es sehr freuen :-)

Mein Fazit:

Schwarze Klippen ist ein weiterer, sehr gelungener Teil in der Reihe um die Reporterin Jennifer Dorey. Ich liebe die Mischung aus wilder Landschaft, alten Mythen und Sagen, gemixt mit einer gehörigen Portion Mut und Spürsinn.Da darf es gerne noch viel mehr Teile geben :-)

Buchinfos

  • Titel: Schwarze Klippen
  • Originaltitel: Dark Sky Island
  • Autor/in: Lara Dearman
  • Übersetzer/in: Marie-Luise Bezzenberger
  • Verlag: Goldmann Verlag
  • Genre: Krimi
  • Erscheinungsjahr: 2019
  • ISBN: 978-3-442-48668-7
  • Form: TB,  448 Seiten
  • Preis: 10,00 €

Jennifer Dorey

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