Worüber wir schweigen

[Rezension] Worüber wir schweigen

Worüber wir schweigen ist das zweite Buch der jungen Autorin Michaela Kastel. Ihr erstes Werk  So dunkel der Wald  sagte mir nichts, was aber bei der Fülle der Buchveröffentlichungen auch nicht wirklich verwunderlich ist. Laut Verlag handelt es sich bei Worüber wir schweigen um einen Thriller und auch der Schutzumschlag strahlt schon ein bisschen was gespenstisches oder geheimnisvolles aus.

Worüber wir schweigen

Michaela Kastel

Nach zwölf Jahren kehrt Nina recht unerwartet in ihren Heimatort zurück. Das ansonsten recht ruhige Leben in dem kleinen Ort wird durch ihre Ankunft  ordentlich durcheinandergewirbelt und nicht jeder ist begeistert, sie hier wiederzusehen. Was will sie tatsächlich hier, an diesem Ort den sie so lange gemieden hat? Will sie die unerfreulichen Erinnerungen an das, was ihre alte Clique damals zerbrechen ließ, wieder zum Leben erwecken? Jetzt, nachdem alle so lange so beharrlich geschwiegen haben?

Ich bin stärker geworden. Und geschickter. Ich glaube, ich könnte jemanden mit meinen bloßen Händen töten.Manchmal stelle ich mir vor, wie es wohl wäre. Jemanden umzubringen, meine ich.Ich weiß, wen ich umbringen würde. Ich weiß es ganz genau. Worüber wir schweigen, S. 7

Mein Eindruck:

Das Leben ist nicht immer leicht

Einstieg

Der Einstieg in das Buch fiel mir recht schwer. Jedes Kapitel beginnt mit einem Zeitsprung in die Vergangenheit einer anderen Person, meist aus der alten Clique. Direkt im Anschluss folgt dann etwas aus der Gegenwart der betreffenden Person – aber nicht immer passen die Zeiten oder geschilderten Vorkommnisse der unterschiedlichen Leute zusammen.

Chaos

Ich muss ziemlich oft zurückblättern und nochmal nachsehen in welcher Zeitebene ich gerade unterwegs bin. Durch dieses hin und her werde ich auch mit keiner der geschilderten Personen wirklich warm und muss dann auch noch zusätzlich zur Zeit auch noch nachsehen, um welche Person es sich nun nochmal handelte.

Schwierig

Leider konnte zu keiner der Personen irgendwie einen Bezug aufbauen. Ich nehme an, dass liegt zum einen daran, dass es sich um reichlich “gestörte” Teenager aus meist ebenso “gestörten” Familien handelt. Wobei ich hier den Begriff “gestört” natürlich nicht wissenschaftlich meine.  Ich konnte mit ihnen und auch mit ihren Probelmen nichts anfangen.

Jugendbuch

Ich finde Worüber wir schweigen ist keine Thriller, auch wenn der Verlag es auf das Cover gedruckt hat. Es ist vielleicht eher ein Spannungsroman für Jugendliche oder für junge Erwachsene? Ein bisschen Spannung kommt für mich erst gegen Ende auf, aber ich fürchte ich gehöre auch einfach nicht zur Zielgruppe dieses Buches.

Schreibstil

Dennoch habe ich das Buch zu Ende gelesen, einfach weil ich dann doch noch wissen wollte, wie sich die Dinge damals, vor 12 Jahren, zugetragen haben. Ich fand es interessant zu sehen, wie unterschiedlich alle Beteiligten die Ereignisse wahrgenommen haben und wie sich das zum Teil auf das Leben der Personen ausgewirkt hat. Außerdem mochte ich den Schreibstil der Autorin sehr, weswegen ich dann auch recht schnell das Ende erreicht habe.

Mein Fazit:

Worüber wir schweigen  ist meiner Meinung nach kein Thriller, sondern eher ein Jugendroman mit Spannungselementen. Ich mochte zwar den Schreibstil der Autorin, ansonsten war das allerdings so gar nicht mein Buch.

Buchinfos

  • Titel: Worüber wir schweigen
  • Autor/in: Michaela Kastel
  • Verlag: Emons Verlag
  • Genre: Thriller
  • Erscheinungsjahr: 2019
  • ISBN: 978-3-7408-0643-9
  • Form: HC,  320 Seiten
  • Preis: 20,00 €

  Weitere Bücher der Autorin

  • So dunkel der Wald
  • Worüber wir schweigen

Vielen Dank an den Emons Verlag für die Überlassung des Rezensionsexemplares

One thought on “[Rezension] Worüber wir schweigen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.