Jagd auf die Bestie

[Rezension] Jagd auf die Bestie

Jagd auf die Bestie von Chris Carter ist im Grunde die Fortsetzung zum sechsten Band der Serie,  Die stille Bestie. Damals hat es mir besonders gut gefallen, dass es ein eher ruhiger Band war. Eher ruhig war es dieses Mal auch, aber gefallen hat es mir längst nicht so gut.

Jagd auf die Bestie

Chris Carter

Die Tatsache, dass Lucien Folter, der intelligenteste und skrupelloseste Mörder, den Robert Hunter je überführt hat, geflohen ist, fühlt sich für Hunter an, wie ein Schlag in den Magen. Eigentlich sollte er in einem ganz speziellen Gefängnis sitzen – tat er aber nicht. So konnte er dann relativ leicht von der Krankenstation fliehen und bei seiner Flucht hinterließ er etlliche Leichen. Da Hunter wohl der einzige Mensch ist, der sich in Luciens perfide Gedankenwelt zurechtfinden kann, folgen er und Garcia seiner Spur.

Somit benötigte Jordan Weaver, Justizvollzugsbeamter im Krankenflügel des Lee-Hochsicherheitsgefängnisses in Virginia, alles in allem exakt vierzig Minuten und neun Sekunden, um den Arbeitstag zu beginnen, der der schlimmste Tag seines Lebens werden sollte. Jagd auf die Bestie, S. 7

Mein Eindruck:

Einstieg

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir dieses Mal ungewohnt schwer. Ich hatte Die stille Bestie bereits gelesen, als das Buch erschien und so gab es für mich jede Menge Wiederholungen. Wer Lucien ist, wie er ist, was Lucien und Hunter verbindet – all das kannte ich schon und fand es ein bisschen ermüdend, dass alles erneut zu lesen.

Wiederholungen

Vielleicht würde eine Art Glossar am Anfang (oder Ende) eines jeden Buches helfen, dass Leser die zuvor nie von Hunter und Garcia gehört haben wichtige Informationen finden (z.B. warum Hunter so wenig schläft oder so viel weiß) und Stammleser müssten das nicht in jedem Buch alles erneut durchkauen? Da würde dann auch Lucien Folter einen besonderen Platz bekommen.

Routiniert

Leider wurde es dieses Mal für längere Zeit nicht so wirklich viel spannender. Gut – Lucien mordet sich so durchs Land. Aber bei gefühlten 30 – 40 Opfern wirkte das alles schon sehr routiniert und irgendwie “gediegen und abgeklärt”. Hunter scheint derweil seinen Jagdinstinkt zu suchen und Garcia ist auch nicht viel mehr, als ein Stichwortgeber. Das alles kenne ich von Carter deutlich besser.

Ende

Erst im letzten Drittel nimmt die Jagd auf die Bestie, für mich jedenfalls, endlich Fahrt auf und es ergibt sich der Suchtfaktor, den ich eigentlich von Hunter und Garcia so gewohnt bin. Die Tatsache, dass das Ende ein bisschen wirr war stört mich dabei nur am Rande.Dieses Buch war leider nicht mein Buch. Ich habe mich zwar nicht wirklich beim Lesen gelangweilt, aber Spannung sieht definitiv anders aus.

Mein Fazit:

Jagd auf die Bestie war für mich keine besonders spannende Fortsetzung der Geschichte um Hunter und Lucien. Schade, den an sich liebe ich die Thriller von Chris Carter und hoffe, das der nächste Band wieder spannend wie gewohnt daherkommt.

Buchinfos

  •   Titel: Jagd auf die Bestie
  •   Originaltitel: Hunting Evil
  •   Autor/in: Chris Carter
  •   Übersetzer/in: Sybille Uplegger
  •   Verlag: Ullstein Verlag
  •   Genre: Thriller
  •   Erscheinungsjahr: 2019
  •   ISBN: 978-3-548-29191-8
  •   Form: TB,  432 Seiten
  •   Preis: 10,99 €

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