Die stille Bestie

[Rezension] Die stille Bestie

Die stille Bestie ist der sechste Band aus der Hunter&Garcia-Reihe – wobei man fairerweise erwähnen sollte, dass Garcia dieses Mal gar nicht dabei ist :-) Ich habe jetzt schon länger keinen Thriller mehr von Chris Carter gelesen. Ich mag sie wirklich, kann aber nicht mehrere direkt hintereinander lesen, dann fangen sie unweigerlich an, mich zu langweilen. Das betrifft aber nicht nur Chris Carter, sondern auch etliche andere Autoren.

Die stille Bestie

Chris Carter

Robert Hunter hat sich endlich überzeugen lassen, mal Urlaub zu machen. Der Flug nach Hawaii ist gebucht, die Koffer gepackt – doch dann kommt alles ganz anders. Das FBI beordert ihn ins LAPD-Hauptquartier und eröffnet ihm, dass sie ihn dringend bei einem Fall brauchen. Erst sträubt er sich, aber als er dann den Namen des Verdächtigen hört, glaubt er seinen Ohren nicht zu trauen. Lucien Folter – sein alter Freund und Vertrauter aus Studientagen soll ein brutaler Serienkiller sein.

Seit zehn Minuten stand Special Agent Edwin Newman nun schon im Kontrollraum des Zellentrakts im Keller eines der Gebäude, die das Nervenzentrum der FBI-Akademie bildeten. An der Wand hingen zahlreiche Monitore, allerdings galt Newmans Aufmerksamkeit lediglich einem einzigen von ihnen. Die stille Bestie, S. 29

Mein Eindruck:

Wie gut kann man einen anderen Menschen kennen?

Ohne Garcia

Die stille Bestie unterscheidet sich in mancherlei Hinsicht von den bisherigen Büchern um Hunter und Garcia. Am auffälligsten sicher durch die Tatsache, das Garcia in diesem Buch gar nicht vorkommt. Alles dreht sich ziemlich einzig und allein um Robert Hunter, Special Agent Courtney Taylor und um Hunters alten Studienkollegen Lucien Folter. Keine großen Verfolgungsjagden, sondern fast ausschließlich Verhöre.

Kennt man jemanden tatsächlich?

Trotzdem, oder vielleicht genau deswegen, fand ich Die stille Bestie ausgesprochen spannend. Ob das Buch nun, wie Chris Carter einführend schreibt, auf Tatsachen beruht oder nicht fand ich eigentlich weniger spannend. Ich glaube, ich bin ein schlechter Mensch :-) Aber die Tatsache, dass man jemanden zu kennen glaubt, jahrelang im selben Zimmer gewohnt hat und nie gemerkt hat, was dieser für Fantasien mit sich herumträgt, das finde ich wirklich gruselig.

Hunters Vorleben

Neugierige Leser erfahren hier relativ viel über das Vorleben von Robert Hunter. Der Tod seiner Mutter und die entsprechenden Umstände war schon mal Thema in einem der Bücher, oder? Aber dieses Mal gab es dann auch noch Informationen über seine Verlobte und was mit ihr passiert ist. Lucien Folter trägt seinen Nachnamen völlig zu recht, denn er foltert nicht nur seine Opfer, sondern auch Hunter mit den Erinnerungen an seine Verlobte. Trotzdem bringt er Hunter nicht dazu, nach seiner Pfeife zu tanzen und alles nach Luciens Vorstellungen zu beenden.

Kleine Längen

So spannend ich die Geschichte an sich fand, irgendwann schlichen sich dann doch einige Längen ein. Die stille Bestie ist auch ein wenig dicker, als seine anderen Bücher – vielleicht hätte er doch hier und da ein bisschen kürzen sollen. Aber im Grunde ist das jammern auf hohem Niveau, denn trotz dieser kleinen Längen habe ich das Buch in Rekordzeit gelesen und war vom Gesamtkonzept begeistert.

Mein Fazit:

Die stille Bestie reiht sich nahtlos in die Hunter&Garcia-Reihe ein. Spannend, mit etlichen Wendungen, vielen Toten und einem ordentlichen Showdown kann man das Buch kaum aus der Hand legen. Jetzt freue ich mich auf den nächsten Band :-)

Buchinfos

  •   Titel: Die stille Bestie
  •   Originaltitel: An Evil Mind
  •   Autor/in: Chris Carter
  •   Übersetzer/in: Sybille Uplegger
  •   Verlag: Ullstein Verlag
  •   Genre: Thriller
  •   Erscheinungsjahr: 2015
  •   ISBN: 978-3-548-28712-6
  •   Form: TB,  448 Seiten
  •   Preis: 9,99 €

Hunter & Garcia – Reihe

Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier…hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

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