Mörderisches Lavandou

[Rezension] Mörderisches Lavandou

Mörderisches Lavandou von Remy Eyssen ist der der fünfte Band der Reihe um den Gerichtsmediziner Dr. Leon Ritter. Mittlerweile hat der deutsche Arzt sich gut in Südfrankreich eingelebt und einen Teil der französischen Lässigkeit übernommen. Ich mag es, ihn bei seinen Streifzügen durch Lavandou zu begleiten, eine Partie Boule mit ihm zu spielen oder seinen kleinen, nachbarschaftlichen Gesprächen zu lauschen :-)

Mörderisches Lavandou

Remy Eyssen

Die sommerliche Feriensaison geht zu Ende, die heißen Temperaturen kühlen allmählich langsam ab und in Le Lavandou kehrt nach und nach eine gewisse Ruhe ein. Auch der médecin légiste, Dr. Leon Ritter, freut sich auf ein paar beschaulichere Tage mit Café au lait oder Rotwein – je nach Tageszeit. Aber daraus wird vorerst nichts, denn die Leiche einer als vermisst gemeldeten Hotelangestellten wird übel zugerichtet aufgefunden.

Die Läuferin versuchte, sich ganz auf den Pfad zu konzentrieren, der jetzt bergan führte. Ihr Atem ging stoßweise. Ihre Schritte waren unbeholfen, sie fürchtete, erneut zu stolpern. Noch ein Fehltritt und sie würde stürzen. Mörderisches Lavandou, S. 8

Mein Eindruck:

Manche Männer mögen die Versuchung…

Nachsaison

Die Hauptsaison in Le Lavandou neigt sich dem Ende zu, es gibt weniger Touristen und dadurch auch weniger Arbeit für die Gerichtsmedizin und damit auch für Dr. Leon Ritter. Das Auffinden von Leichenteilen und später den dazugehörigen Leichen lassen ihn nicht zur Ruhe kommen. Es scheint beinahe so, als wolle der Täter ausgerechnet den Gerichtsmediziner herausfordern.

Kommunikation

Aber nicht nur das kriminalistische Geschehen ist eine Herausforderung für den deutschen médecin légiste und Lebensgefährten von Capitaine Isabelle Morell. Die Psychologin Dr. Claire Leblanc soll sich eigentlich um eine Verbesserung der Kommunikationsstruktur in der Polizeibehörde kümmern. Allerdings ist sie mehr um die Kommunikation mit ihrem Kollegen Dr. Leon Ritter bemüht.

Flirt

Das eher harmlose Flirten der beiden findet ein recht abruptes Ende, denn die Psychologin wird ebenfalls ein Opfer der Serientäters. Wie praktisch für Dr. Ritter, der sich so nicht zwangsläufig für die eine oder andere Frau entscheiden muss. Allerdings muss er Farbe bekennen, denn seine Fingerabdrücke im Apartment der getöteten muss er wohl oder übel erklären.

Alles gut

Am Ende wird der Täter natürlich überführt, der Haussegen wieder gerade gerückt und ein leckeres Gläschen Wein getrunken. Die Kriminalgeschichte war relativ leicht zu durchschauen, aber ich lese diese Art Urlaubsromane auch weniger wegen der komplizierten Fälle. Ich mag die Landschaftsbeschreibungen, die Schilderungen von Land und Leuten und das angenehme Gefühl, mit dem Buch einen kleinen, wenn auch fiktiven, Urlaub zu machen.

Mein Fazit:

Mörderisches Lavandou ist ein spannender Urlaubskrimi, wenn auch mit einer durchschaubaren Krimihandlung. Aber ich liebe das Lokalkolorit, das aus mir jeder Zeile entgegenspringt und mich für manch andere Kleinigkeiten entschädigt.

Buchinfos

  • Titel: Mörderisches Lavandou
  • Autor/in: Remy Eyssen
  • Verlag: Ullstein Verlag
  • Genre: Krimi
  • Erscheinungsjahr: 2019
  • ISBN: 978-3-548-29126-0
  • Form: TB,  496 Seiten
  • Preis: 9,99 €

3 comments on “[Rezension] Mörderisches Lavandou

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.