Portugiesische Tränen

[Rezension] Portugiesische Tränen

Portugiesische Tränen von Luis Sellano vervollständigt vorerst meine Reihe um Henrik Falkner. Jetzt kann ich ganz entspannt auf einen neuen Band warten und habe alle Vorgängerbände gelesen. Das schon so eine Art Tick von mir – ich kenne bei Reihen die ich mag immer gerne alle Bände :-)

Portugiesische Tränen

Luis Sellano

Henrik versucht ja immer mal wieder ein bisschen Ordnung in das leicht chaotische Antiquariat zu bringen. Bei einer seiner Aufräumaktionen hält er plötzlich eine recht kitschige Fahne mit einem Fisch, genauer gesagt mit einem Koi, darauf in den Händen. er vermutet mal wieder einem der Rätsel auf der Spur zu sein, die sein Onkel überall in seinem Laden verteilt hat.  Er versucht etwas über die Fahne und den Koi herauszufinden und bald steht er, gemeinsam mit Helena, schon vor der ersten Leiche in diesem Fall – es wird nicht die letzte sein.

Er sah sich um. Spürte die Panik heranrollen. Immerhin ging es um Leben und Tod, so wie er es Adriana noch vor Kurzem prophezeit hatte. Bei mir geht es immer ums Sterben, hatte er gesagt, ohne zu ahnen, dass sich diese Bemerkung nur allzu schnell als zutreffend erweisen sollte. Portugiesische Tränen, S. 7

Mein Eindruck:

Japanische Fische verursachen Ärger in Portugal?

Rücksichtslos

Das Kois besonders kostspielige Fische sind, hat sich ja mittlerweile herumgesprochen. Aber auch da gibt immer noch gewaltige Unterschiede und wo es um sehr viel Geld geht, gibt es auch immer Menschen die sich rücksichtslos bereichern. Mit solchen Menschen bekommen Hernik und Helena es auch hier zu tun und geraten so immer wieder in höchste Gefahr.

Purachinagoi

In diesem Fall geht es um einen einem Purachinagoi, einem platinfarbenen Koi um den sich allerlei Legenden ranken. Eine geheimnisvolle Japanerin, deren Telefonnummer Henrik zusammen mit einem sehr kostbaren japanischem Whisky gefunden hat, erzählt Henrik so einiges darüber. So kommt er auf die Spur von Professor Makoto Udagawa, der ebenfalls eine sehr spannende Verbindung zu besagtem Fisch hat.

Jagd

Mehrfach bringt Henriks Suche nach dem Fisch ihn in lebensgefährliche Situationen, die er mehr oder weniger souverän meistert. Er türmt sogar aus dem Krankenhaus um seine Koi-Mission zu erfüllen und ich lerne bei seiner rasanten Jagd durch Lissabon wieder ganz viele spannende und schöne Ecken der Stadt kennen. Aber auch die etwas ruhigeren Passagen sind gut gelungen und sorgen für die eine oder andere Atempause.

Ungelöst

Die Geschichte um den Koi wird zu einem mehr oder weniger gutem Ende geführt, anderen Teilen der Geschichte ist das Glück (noch) nicht vergönnt. Gerade die Geschichte um die entführte Catia (siehe Portugiesische Rache), Henriks einzige Angestellte, wird zusehends mysteriöser. Was aus der aufkeimenden Liebesgeschichte zwischen Henrik und Helena wird ist auch unklar, denn Henrik schein kein guter Teamplayer zu sein. Zu guter Letzt ist da immer noch aufzuklären, was mit dem Lebensgefährten von Henriks Onkel passiert ist, denn das ist ja der rote Faden in all den Geschichten.

Mein Fazit:

Portugiesische Tränen ist ein rasanter, spannender Krimi der wieder viel wissenswertes vermittelt, sowohl über Lissabon, als auch über Kois :-) Der eine oder andere Cliffhanger dürfte nun mal aufgelöst werden, denn allmählich wird es unübersichtlich …

Buchinfos

  • Titel: Portugiesische Tränen
  • Autor/in: Luis Sellano
  • Verlag: Heyne Verlag
  • Genre: Krimi
  • Erscheinungsjahr: 2018
  • ISBN: 978-3-453-41946-9
  • Form: TB,  352 Seiten
  • Preis: 14,99 €

Reiheninfo

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