Krimi/Thriller
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[Rezension] Schwarze Seele

Schwarze Seele

Schwarze Seele von Ellen Dunne ist der zweite Band um die Kommissarin Patsy Logan, aber schon das vierte Buch, dass ich von der Autorin lese. Nicht jedes hat mich restlos begeistert, aber es freut mich, dass ich auch dieses mal wieder ein Rezensionsexemplar zu Besprechung erhalten habe. Ich bin schon ganz gespannt, wie die ein bisschen sture und dickköpfige Patsy dieses mal diverse Fettnäppfchen umgeht – oder eben auch nicht.

Schwarze Seele

Patsy Logan 2

Ellen Dunne

Im englischen Garten wird eine Leiche aus einem Bach gefischt. Schnell stellt sich heraus, das der verstorbene Ire war und in besagtem Bach ertrunken ist. War es ein Unfall oder hat da doch jemand tatkräftig nachgeholfen? Patsys Instinkt sagt ihr, dass letzteres der Fall war – aber kann sie sich im Moment auf ihren Instinkt verlassen? Ihre privaten Probleme lassen sich nicht ganz so leicht beiseite schieben…

Kurz vor dem Ende holt ihn die Kälte des Wassers noch einmal zurück an den Rand des Bewusstseins. Nahe genug, um die Stimmen über sich zu hören. Nahe genug, um zu begreifen: Die Menschen da oben in der Dunkelheit sind seine letzte Chance. Schwarze Seele, S. 7

Mein Eindruck:

Ertrinken ist keine wirklich angenehme Art zu sterben …

Instinkt

Patsy, die in Gedanken einerseits noch bei ihrer Fehlgeburt ist, andererseits bereits wieder mit den unerwünschten Nebenwirkungen einer Hormonbehandlung kämpft, muss sich nun auch noch mit dem Tod eines Landsmannes im englischen Garten beschäftigen. Natürlich kommt es da zu gewissen Schwierigkeiten, Konflikten und Missverständnissen. Aber ihr viel gepriesener Instinkt funktioniert offenbar trotzdem und der sagt ihr: Das hier war kein Unfall.

Perspektive

Der Kinderwunsch der Kommissarin war schon im letzten Buch ein Thema und ist auch in diesem Band wieder sehr präsent. Dazu passt es natürlich, dass die Geschichte wieder in Ich-Perspektive geschrieben ist und man als Leser so viel Einblick in Patsys Gedanken und Gefühle erhält. Aber natürlich drehen sich Gedanken auch um ihre Arbeit und das sogar recht häufig.

Machtkämpfe

Wie schon beim letzten Mal muss sie auch dieses mal wieder ziemlich darum kämpfen, dass ihre Theorien  ernst genommen werden. Diese Theorien, Machtkämpfe und sich irgendwann überschlagenden Ereignisse werden in relativ kurzen Kapiteln erzählt. Viel trockener Humor und ein wirklich schöner, präziser Sprachstil sorgen dafür, dass man gebannt von Seite zu Seite weiter blättert.

Sprachstil

Dieser Sprachstil hat es mir besonders angetan – er hebt sich wirklich deutlich von so manchem anderen Buch ab. Ich mag es, wenn Sprache zwar deutlich und direkt, aber eben nicht obszön ist  oder von Fäkalausdrücken nur so überquillt. Ellen Dunne beweist wieder einmal, dass man modern schreiben kann, ohne ständig lästerlich zu fluchen. Man spart auch jede Menge ***Sternchen***

Spannender Fall

Abseits von allen sprachlichen Feinheiten bietet Schwarze Seele aber vor allem einen spannenden, verwickelten Kriminalfall, der sich nicht so ganz einfach lösen lässt. Hier kommen Patsys Instinkt, ihre (zur Hälfte) irische Herkunft, ihre Hartnäckigkeit und ihre Sturheit zum Einsatz und am Ende löst sie den Fall natürlich. Ein kleiner Cliffhanger lässt die Fans der toughen Ermittlerin, so wie mich z.B., auf eine weiter Geschichte mit Patsy Logan hoffen.

Mein Fazit:

Schwarze Seele ist ein spannender Kriminalroman mit einer sehr sympathischen Protagonistin. Ihre privaten Sorgen haben ein bisschen zu sehr dominiert – aber das ist jammern auf hohem Niveau.

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