Die Mörder der Queen

[Rezension] Die Mörder der Queen

Die Mörder der Queen von David Morrell ist die Fortsetzung des historischen Krimis Der Opiummörder, den ich im 2018 gelesen und rezensiert habe. Die Geschichte hat mir seinerzeit gut genug gefallen, um unter meine liebsten Bücher in 2018  zu kommen. Kaum zu glauben, dass derselbe Autor auch die Romane schrieb, die als Grundlage für die Rambo-Filme dienten. Ich bin kein Rambo-Fan und wer weiß, ob ich mir seine historischen Sachen angesehen hätte, wenn ich das gewusst hätte :-)

Die Mörder der Queen

David Morrell

Im Jahre 1855 erlebt das britische Empire unruhige Zeiten. Der Krimkrieg fordert volle Aufmerksamkeit und auch sonst ist das viktorianische Zeitalter nur halb so romantisch, wie man heute glaubt. Ein kaltblütiger Mörder hält ganz London in Atem, als er während des Gottesdienstes in der St. James’ Church Lady Cosgrove vollkommen unbemerkt die Kehle durchschneidet. Er hat der toten Adeligen einen Zettel in die Hand gedrückt, auf dem er weitere Morde ankündigt und niemanden anderen als Queen Victoria persönlich als sein letztes Opfer benennt.

Wenn sie nicht gerade ein Theater oder einen Herrenclub aufsuchten, legten die meisten achtbaren Bewohner der größten Stadt der Welt Wert darauf, zu Hause zu sein, bevor die Sonne untergegangen war – was an diesem kalten Samstagnachmittag, dem dritten Februar, um sechs Minuten vor fünf der Fall war. Die Mörder der Queen, S. 11

Meine Meinung:

Früher Serienmörder trifft auf frühes Profiling

Kirchenmord

Der Mord an der bedauernswerten Lady Cosgrove passt in eine Reihe von Morden die Detective Inspector Sean Ryan  und sein Freund der Schriftsteller Thomas De Quincey in Atem halten. Jedes der Opfer hat besagten Zettel in der Hand auf dem Queen Victoria als letztes Opfer genannt wird und die jeweils mit “Edward Oxford” unterschrieben sind.

Ermittlungsteam

Auch die sehr emanzipierte Emily ist auch wieder Teil des Ermittlungsteams, muss dann aber erst mal, genau wie ich, aufgeklärt werden, was mit dem Namen “Edward Oxford” auf sich hat. So erfahren wir, das der  echte “Edward Oxford”  eine Untergrundorganisation mit dem Namen Young England anführt, die die Monarchie abschaffen will. Wie wir heute wissen, hat das ja nicht so geklappt :-)

Quartett

Weitere brutale Morde folgen und halten das Team in Atem. Vor allem De Quincey, mit seinem eher zweifelhaften Ruf und seinen, für die damalige Zeit, radikalen Ideen und Ansätzen eckt oft bei den ziemlich konservativen Londonern an. Aber das Detektiv-Quartett, bestehend aus De Quincy, Emily, Ryan und Becker braust durch London und lässt sich von nichts und niemandem aufhalten.

Tempo

Die Geschichte wechselt geschickt von rasanten Trips durch das alte London, zu reichlichen  Informationen über den unglücklichen Hintergrund des Serienmörders hin zu einer alles umfassenden, beklemmenden Düsterkeit um dann quasi das Profiling zu erfinden :-) Das alles sorgt für viel Tempo und Spannung, so dass ich das Buch nur schwer aus der Hand legen konnte.

Recherche

Am meisten begeistert hat mich aber  die umfassende Recherche und die Liebe zum Detail, die das viktorianische Setting zum Leben erweckt.  David Morrell kombiniert die Erzählung mit erklärenden Passagen und Journaleinträgen, die in der ersten Person, augenscheinlich von Emily,  geschrieben sind und schafft so eine gewisse Verbundenheit, durch die ich mich als Teil des Geschehens fühle.

Mein Fazit:

Die Mörder der Queen von David Morrell hat mich genauso begeistert wie der erste Teil der Reihe. Ich liebe es, wie der Autor es schafft gleichzeitig spannend, informativ und dennoch sehr atmosphärisch seine Geschichte zu vermitteln. Ich hoffe sehr, es gibt noch einen dritten Teil!

Buchinfos

  • Titel: Die Mörder der Queen
  • Originaltitel: Murder as a Fine Art
  • Autor: David Morrell
  • Übersetzer/in: Christine Gaspard
  • Verlag: Droemer Knaur
  • Genre: historischer Krimi
  • Erscheinungsjahr: 2019
  • ISBN: 978-3-426-52066-6
  • Form: TB,  448 Seiten
  • Preis: 10,99 €

Thomas De Quincey


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