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[Rezension] OMMYA – 1000 Welten

OMMYA - 1000 Welten

OMMYA – 1000 Welten von Dennis Blesinger ist eine Art bunter Mix oder eine gewagte Mischung aus Mythen, Sagen, Legenden und sehr viel Fantasie. Ich fand die Vorstellung recht vielversprechend und habe nicht lange überlegt. Ein bisschen kindliche Vorfreude auf so viel fantastisches war dann auch dabei …

OMMYA – 1000 Welten

Dennis Blesinger

OMMYA ist eine schwierige Organisation. Genau genommen heißt sie “Abteilung für Okkultes, Mytisches und Magische Angelegenheiten” und sie kümmert sich eben um alles, was nicht so ganz von dieser Welt ist. Renè und Jochen arbeiten in eben dieser Organisation und neben dem täglichen Kampf mit der deutschen Bürokratie, gibt es noch den Kampf gegen Drachen, Feen, Orks, Götter und Halbgötter – oder gegen deren Artefakte.

Mein Eindruck:

Die angegeben Seitenzahl von 109 erscheint mir ja ein bisschen geschummelt. Die Story beginnt auf Seite 4 und endet auf Seite 80 – der Rest ist Werbung. Vielleicht muss man das bei 0,99 € in Kauf nehmen, ich finde es ärgerlich.

Nette Einführung

Da dies Band 1 einer (hoffentlich) etwas längeren Reihe ist werden erst einmal die Protagonisten vorgestellt, die Organisation für die sie arbeiten und vieles was damit zusammenhängt. Gemacht wird das, indem ein neuer Mitarbeiter auftaucht, dem natürlich erstmal alles (oder fast alles) erklärt werden muss. Da wären z. B. die Feen die im Gegenzug für das Asyl das OMMYA ihnen gewährt hat ein bisschen das Empfangskomitee spielen und jede Menge Feenstaub produzieren, den man durchaus auch sinnvoll nutzen kann. Insgesamt fand ich diese Einführung nett und überhaupt nicht langweilig, was sicher auch an den Dialogen lag, die nicht gewollt salopp oder witzig daherkamen, sondern sich authentisch „anfühlten“.

Story

Zur eigentlichen Geschichte kann ich gar nicht viel sagen, ohne alles zu verraten. Bei rund 80 Seiten die das Buch hat,  ist das ein bisschen schwer. Es geht um den nordischen Gott Loki und um ein geheimnisvolles Buch das ihm zugeschrieben wird und als Artefakt unter der Aufsicht von OMMYA eingelagert wurde. Insgesamt erinnert mich die Geschichte ein bisschen an eine Mischung aus Relic Hunter und Warehouse 13 – beides Fernsehserien, die ich liebe bzw. geliebt habe. Allerdings ist OMMYA eben ein bisschen moderner, vielleicht ein bisschen frecher und zur Abwechslung mal nicht im fernen Amerika angesiedelt.

Offen Fragen

Das sehr kurze Buch lässt mich mit vielen offenen Fragen zurück. Was wurde aus der Drachenhöhle im Prolog? Was mit den OMMYA-Mitarbeitern, die diese gefunden hatten? Was geschieht mit Rebecca, der Polizistin, die um ihren verstorbenen Freund trauert? Wie wird sich Hansen, der Neue, in die Geschichte einfügen? Wird ein neuer Platz für den Phoenix gefunden? Einer, an dem er nicht immer wieder aufs Neue die Sprinkleranlage aktiviert?

Viele gute Ideen

Auf jeden Fall ist OMMYA – 1000 Welten hervorragend geeignet um meine Neugier auf die Folgebände zu wecken. Eine witzige Idee in einem neuen Umfeld, bisher recht sympathische Protagonisten die oft für merkwürdige Probleme ebenso merkwürdige Lösungen finden müssen machen Lust auf mehr. Toll geschrieben, flüssig und zügig lesbar. Ich bin ganz verliebt in diese Geschichte.

Mein Fazit:

OMMYA – 1000 Welten ist eine gelungene Mischung aus Realität und Fantasy, toll geschrieben und toll umgesetzt, leider ein bisschen kurz geraten. Also werde ich mir wohl oder übel die nächsten Bände besorgen müssen – und ich freu mich drauf.

Buchinfos
  • Titel: OMMYA – 1000 Welten
  • Autor: Dennis Blesinger
  • Verlag: dotbooks
  • Genre: Fantasy
  • Erscheinungsjahr: 2014
  • ISBN: 978-3-95520-625-3
  • Format: ebook ca. 109 Seiten
  • Preis: 0,99 €
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