Krimi/Thriller
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[Rezension] Provenzalische Schuld

Provenzalische Schuld

Provenzalische Schuld von Sophie Bonnet ist ein typischer Vertreter des Cosy-Crime-Genres. Zwischendurch liebe ich es, diese eher gemütlich-behaglichen Krimis zu lesen. Immer nur blutrünstige Thriller schlagen mir sonst irgendwann aufs Gemüt, finde ich. Provenzalische Schuld ist bereits der fünfte Teil der Reihe um Pierre Durand und ich habe zwar alle gelesen, aber nicht alle rezensiert.

Provenzalische Schuld

Pierre Durand 5

Sophie Bonnet

Pierre Durand ist froh, dass mit dem Herbst auch ein bisschen Ruhe nach Sainte-Valérie einkehrt. Er freut sich auf seinen Urlaub mit Charlotte, die mit ihrer neuen Selbstständigkeit so erfolgreich ist, dass sie kaum gemeinsame Zeit füreinander finden. Vielleicht lassen sich ja in diesem Urlaub auch diverse Beziehungsfragen klären. Doch ein Anruf des Bürgermeisters Arnaud Rozier lässt die Hoffnung auf Erholung schwinden. Seine Frau Nanette ist nach einem Streit mit ihm spurlos verschwunden.

Der Knall war ohrenbetäubend. Und noch bevor sie den Druck in ihrem Körper spürte, im Kiefer und in den Wangenknochen, dachte sie daran, dass ihr Fehler womöglich nicht darin gelegen hatte hinauszugehen, sondern darin, ihn zu heiraten. Provenzalische Schuld, S. 8

Mein Eindruck:

Auch in schönen Landschaften gibt es hässliche Menschen…

Verbrechen zum Einstieg

Wie schon beinahe gewohnt, startet das Buch mit einem Verbrechen, dem ich als Leser hautnah beiwohnen kann – oder muss? Wie auch immer, es macht jedenfalls Lust auf mehr und man freut sich auf die Dinge, die da kommen. Wer hat auf die junge Frau geschossen und vor allem mit welchem Ergebnis und welchem Grund? Die zauberhafte, herbstliche Landschaft der Provence kann es ja nicht sein.

Beliebtes Konzept

Auch sonst bleibt Sophie Bonnet ihrem Konzept treu. Es gibt ein bisschen privates über Pierre Durand und seine Freundin Charlotte, kauzige, aber liebenswerte Nachbarn, kleine politische Querelen und sehr viel Lokalkolorit. Dafür sorgt schon Charlotte mit ihrer neuen Selbstständigkeit und vielen leckeren Rezepten.. Der Krimi-Plot ist spannend und gut durchdacht, vielleicht nicht allzu aufregend – aber trotzdem gut.

Amigos und Freunde

Im Krimiteil dreht sich dieses Mal alles um das Verschwinden der Bürgermeistergattin und was mit ihr geschehen ist. Aber vor allem geht es um Korruption, Vetternwirtschaft, Vorteilsnahme im Amt – halt alles, was eine kleine Gemeinde beschäftigen kann.Gemauschelt wird halt immer und überall, mal im Kleinen, mal im Großen. Bei den Vergehen in Sainte-Valérie sorgt Pierre Durand dann für Ordnung,

Rundum gelungen

Wie schon in den Bänden davor sind alle Charaktere sehr gut beschrieben und ich habe so manchen davon beim Lesen wirklich vor Augen. Die Mischung aus netten und weniger netten Typen ist gut  gelungen und ich könnte mir wirklich einen Urlaub im fiktiven Dörfchen Sainte-Valérie vorstellen. Die liebevolle und detaillierte Beschreibung der Umgebung tut ihr übriges zu meinem Fernweh dazu.

Mein Fazit:

Provenzalische Schuld ist wieder einmal ein gelungene Wohlfühl-Krimi, der in der malerischen Provence handelt. Die Charaktere und das Dorf Sainte-Valérie sind mit schon sehr ans Herz gewachsen und ich freu mich auch schon auf den nächsten Band.

Buchinfos
  • Titel: Provenzalische Schuld
  • Autor: Sophie Bonnet
  • Verlag: Blanvalet
  • Genre: Krimi
  • Erscheinungsjahr: 2018
  • ISBN: 978-3-7645-0644-5
  • Form: Epub,  ca. 352  Seiten
  • Preis: 15,00 €

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