Krimi/Thriller
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[Rezension] Arsen und Apfelwein

Arsen und Apfelwein

Als ich das Buch Arsen und Apfelwein gesehen habe, dachte ich natürlich zuerst an Arsen und Spitzenhäubchen, verfilmt mit dem einmaligen Cary Grant. Erfreulicherweise landete dann vor ein paar Tagen Arsen und Apfelwein auf meinem Küchentisch und ich begann zu erforschen ob da etwaige Ähnlichkeiten zu dem oben erwähnten Klassiker gibt – den habe ich in jedem Fall geliebt.

Arsen und Apfelwein

Andrea Habeney

Die Vorweihnachtszeit beginnt für Kommissarin Jenny Becker alles andere als besinnlich. Gleich drei Leichen trüben ihre Weihnachtsstimmung. Ein totes Mädchen,dass niemand zu vermissen scheint und das grausam misshandelt wurde, ein Nikolaus, der auf der Weihnachtsfeier der Polizei vergiftet wird und dort gar nichts zu suchen hatte und ein junger, reicher Mann, der in einem Gebüsch gefunden wird. Ausgerechnet jetzt gestaltet sich auch noch Jenny Beckers Liebesleben ziemlich turbulent – da kann die besinnliche Weihnachtsstimmung schon mal abhanden kommen.

Mein Eindruck:

Mit dem guten, alten Klassiker hat dieses Buch nichts zu tun – soviel schon mal vorne weg

besinnliche Vorweihnachtszeit

Eigentlich besteht Arsen und Apfelwein aus drei Handlungssträngen, die im Laufe der Geschichte immer weiter miteinander verwoben werden. Wobei zeitlich das tote Mädchen nicht so ganz passt, das wurde nämlich schon weit vor der Weihnachtszeit gefunden, beschäftigt das Team rund um Jenny Becker aber immer noch. Ihren Leidensweg erfahre ich aus immer wieder eingestreuten, kurzen Passagen. Auch über Marc Duprais, den reichen Jungen,erfahre ich so nach und nach immer mehr. Nur der eher versehentlich vergiftete Nikolaus, der Sohn eines Polizisten, kommt ein bisschen zu kurz. Jedenfalls sind alle Spuren so nebulös, dass ich nicht so  schnell auf Zusammenhänge und Täter komme.

sympathisches Ermittlerteam

Das gesamte Team, alle voran Jenny Becker, ist sehr sympathisch, aber auch sehr professionell – trotz diverser privater Probleme. Aber das Privatleben der Ermittler kommt immer nur am Rande vor, was mir dieses Team gleich noch ein bisschen sympathischer macht. Alkoholkranke, problembeladene Ermittler nerven mich mittlerweile nämlich ein bisschen, da ist dieses Team eine rühmliche und erholsame Abwechslung. Sie trinken nicht übermäßig, fluche nicht ständig lästerlich und lösen ihren Fall trotzdem – das ist doch mal was herrliches.

flotter, moderner Schreibstil

Andrea Habeneys Schreibstil ist flott, mitreißend und lädt zum umblättern und weiterlesen ein. Es gibt Bücher, da bin ich auf Seite hundert immer noch nicht richtig in der Geschichte. Dann gibt es Bücher da frage ich mich auf Seite 20 schon warum irgendjemand ausgerechnet jetzt von mir erwartet, dass ich ihm eine sinnvolle Antwort auf eine Frage gebe, die ich vollkommen verpasst habe. Genauso ein Buch ist Arsen und Apfelwein! Mittlerweile ist das übrigens schon Jenny Beckers vierter Fall – da habe ich bis jetzt auf jeden Fall schon was verpasst, was unbedingt auf meine Wunschliste gehört. Allerdings muss man die anderen Teile nicht gelesen haben um Arsen und Apfelwein zu lesen.

Mein Fazit:

Arsen und Apfelwein von Andrea Habeny ist ein superspannender Krimi, der sich leicht lesen lässt und noch dazu meinen Magen schont. Ich werde mir auf jeden Fall auch die anderen Krimis rund um Jenny Becker kaufen.

Buchinfos
  • Titel: Arsen und Apfelwein
  • Autor: Andrea Habeny
  • Verlag: Conte Verlag
  • Genre: Krimi
  • Erscheinungsjahr: 2013
  • ISBN: 978-3-941657-93-9
  • Format: Taschenbuch, 304 Seiten
  • Preis: 11,90 €
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Reiheninfos
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