Krimi/Thriller
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[Rezension] Ocean – Insel des Grauens

Ocean - Insel des Grauens

Ocean – Insel des Grauens von Douglas Preston und Lincoln Child behandelt Fall Nummer 19 von Special Agent Aloysius Pendergast und seinem Team. Mit diesem Buch kehren die beiden Autoren erneut zu den Wurzeln bzw. Anfängen der Pendergast-Reihe zurück. Diese seltsame und mysteriösen, latent paranormalen Aura – die dann am Ende doch mit Hilfe der Wissenschaft als perfide eingefädeltes Verbrechen entlarvt wird – hat mich vom ersten Band an begeistert und gefesselt. Schön, dass es in diesem Stil jetzt weitergeht.

Ocean – Insel des Grauens

Douglas Preston & Lincoln Child

An der Westküste Floridas gibt es eine ganze Reihe einsamer, abgelegener Inseln, die sich als Urlaubsparadiese großer Beliebtheit erfreuen. Doch eines Morgens erwartet die Urlauber einer dieser Inseln, Sanibel Island, ein gehöriger Schock: unzählige identische blaue Sneaker werden angeschwemmt – und in jedem von ihnen steckt ein menschlicher Fuß. Während die Küstenwache und die örtliche Polizei auf einen Zusammenhang mit kubanischen Gefängnissen tippen, hat der eigens angeforderte Agent Pendergast eine ganz andere Theorie. Allerdings ahnt er nicht, mit was für einem Gegner er sich dieses Mal anlegt.

Ward Persall wanderte den köstlich kühlen Streifen des schmalen Strands entlang, auf dem die Wellen über den glitzernden Sand glitten. Er war gerade erst siebzehn, klein und dürr für sein Alter und sich dessen schmerzlich bewusst. Der Tag war wolkenlos, die Brandung schäumte aus dem Golf von Mexiko heran. Seine Flip-Flops versanken mit seltsam angenehmem Druck in der feuchten Oberfläche, und bei jedem Schritt schleuderte er ein Klümpchen Sand von seinem Zeh. Ocean – Insel des Grauens, S. 9

Mein Eindruck:

Spannend, rätselhaft und brillant wie immer …

Vorstellungsgabe

Ich stelle mir gleich, ziemlich zu Beginn der Geschichte vor, was ich denken würde, wenn ich am Strand statt auf Muscheln auf Schuhe mitsamt Füßen stoßen würde. In diesem Fall sogar an die hundert Schuhe mit Fuß! Wirklich gruselig und makaber und der Gedanke stimmt mich auf jeden Fall schon mal ganz gut auf  Ocean – Insel des Grauens ein.

Hintergrund

Als fleißiger Newsletter-Leser der beiden Autoren (kann ich übrigens  jedem Liebhaber der Reihe empfehlen) weiß ich, dass die Geschichte dieses Buches lose auf einer wahren Geschichte beruht. Im Jahre 2007 fand ein Mädchen am Strand einen Schuh in dem zu ihrem Entsetzen noch ein Fuß steckte. Nach und nach wurden weitere solcher “Paare” gefunden und bisher gibt es keine wirkliche Erklärung dazu, aber eine Reihe Vermutungen.

Weitererzählt

Im vorliegenden Buch findet ein kleiner Junge den ersten Schuh, dem dann all die anderen folgen. Die örtliche Polizeibehörde, vertreten durch Chef P. B. Perelman beginnt zu ermitteln, aber natürlich schickt das FBI seine besten Leute zu so einer brisanten Sache. In diesem Fall sind das die Agent Pendergast und Coldmoon mit ihrem Gefolge. Constance Green komm in diesem Band wieder besonders gut zur Geltung – was mich wirklich freut.

Nebenhandlungen

Neben dem aktuellen Fall ergeben sich natürlich auch hier und da wieder Nebenhandlungen, wie man es aus den bisherigen Büchern gewohnt ist. Da geht es um das Haus, in dem Pendergast und Constanze Green während der Ermittlungen Quartier beziehen und das angeblich verflucht ist. Hier passierte mal ein blutiger Mord, der einen Spuk nach sich zieht – auch hier wird nach einer Lösung und Erklärung geforscht.

Wiedersehen

Auch alte Bekannte tauchen wieder auf, was mir immer wieder besonders viel Spaß macht. Vor allem Roger Smithback, der, wie sein verstorbener Bruder Bill Smithback, Reporter ist.Er bringt sich immer mal wieder bei Recherchen in unnötige Gefahr. Ein weiterer, sehr willkommener, Rückkehrer ist Agent Coldmoon. Er hat Pendergast schon in seinem letzten Fall unterstützt und ist meiner Meinung nach ein wirklich idealer Partner für ihn.

Reiseroute

Kapitel für Kapitel begleite ich also Pendergast und sein Team bei der Suche nach der Wahrheit. Das sammeln aller losen Fäden führt von chinesischen Provinzen über Dschungeldörfer in Guatemala zu einer verdrehten globalen Intrige, die vor nichts zurückschreckt. Wie immer hat mir diese Reise viel Spaß gemacht, der Spannungsbogen und das Finale samt Showdown passte zu meinen Erwartungen. Jetzt freue ich mich auf das nächste Buch der Autoren.

Mein Fazit:

Ocean – Insel des Grauens von Douglas Preston und Lincoln Child führt wieder ein bisschen zurück an der Ursprung der Geschichten um Agent Pendergast und hat mir wirklich richtig gut gefallen. Jetzt warte ich ganz ungeduldig auf den nächsten Band.

Buchinfos
  • Titel: Ocean – Insel des Grauens
  • Originaltitel: Crooked River
  • Autor: Douglas Preston & Lincoln Child
  • Übersetzer/in: Frauke Czwikla
  • Verlag: Droemer Knaur Verlag
  •  Genre: Thriller
  • Erscheinungsjahr: 2020
  • ISBN: 978-3-426-22695-7
  • Form: HC, 448  Seiten
  • Preis: 20,00 €

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