Darkness - Wettlauf mit der Zeit

[Rezension] Darkness – Wettlauf mit der Zeit

Darkness – Wettlauf mit der Zeit von Douglas Preston und Lincoln Child knüpft direkt an den Vorgänger an. Ich bin ja ein Fan der Reihe (und auch diverser anderer Reihen der Autoren) und betrachte gerade Aloysius Pendergasts Abenteuer immer mit einem gewissen Augenzwinkern. Ich denke, man sollte nicht immer alles zu eng sehen und den üblichen Drang zum Realismus eine Weile in den Schrank sperren. :-)

Darkness – Wettlauf mit der Zeit

Douglas Preston & Lincoln Child

Pendergasts letzter Fall, der Kampf mit seinem Bruder Diogenes, haben ihn und auch sein Mündel, Constance Green, viel Energie gekostet. Beide haben sich eine Auszeit verdient und gedenken diese in einem abgeschiedenen Kloster in Tibet zu verbringen. Aber die Ruhe währt nicht lange, denn den Mönchen wird eine sehr geheimnisvolle Reliquie gestohlen und sie bitten Pendergast und Constance um Hilfe. Diese Reliquie kann in den falschen Händen verheerende Katastrophen auslösen und so starten die beiden gleich mal durch …

In der Mitte des Dorfes erhob sich eine niedrige Pyramide aus Gebetssteinen; oben ragte eine kleine Stange daraus hervor, an der Dutzende ausgefranster Gebetsfähnchen im Wind knatterten.  Darkness – Wettlauf mit der Zeit, S.9

Mein Eindruck:

Selbst im Kloster ist es nicht friedlich …

Tibet

Pendergast und Constance wollen sich in dem tibetischen Kloster ja eigentlich erholen.Aber vielleicht war die zumindest körperlich sehr beschwerliche Anreise ja Erholung genug, wer weiß? Denn natürlich lassen sie sich nicht lange bitten, als den Mönchen eine wertvolle Reliquie gestohlen wird, deren Aussehen sie aber leider gar nicht beschreiben können.

Britannia

Trotzdem findet Pendergast heraus, dass die Diebe samt Beute an Bord der “Britannia”, eines enorm luxuriösen und riesigen Transatlantikliners mit über 2 500 Passagieren, gegangen sind. Im allerletzten Moment können Constance und Pendergast auf noch einen Platz auf dem Luxusliner ergattern und ihre Suche starten.

Massenhysterie

Doch ihnen bleibt nicht viel Zeit, da die Britannia nur wenige Tage zu ihrem Zielhafen in New York benötigt und der Dieb dann für immer verschwinden könnte. Als dann jedoch immer wieder Passagiere auf geheimnisvolle Art und Weise versterben, weitet sich der Fall zu einem ziemlich großen Mordfall aus, der die vielen Menschen an Mord in eine Massenhysterie verfallen lässt.

Stichwortgeber

In Darkness – Wettlauf mit der Zeit sind mal ein paar Dinge anders als gewöhnlich in dieser Reihe. Da auffallendste ist, das fast ausschließlich Constance ermittelt und Pendergast eher den Stichwortgeber mimt, während die üblichen Helfer aus den anderen Büchern gänzlich fehlen.  Mir hat das gut gefallen, ein bisschen Frauenpower schadet auch einem Aloysius Pendergast nicht :-)

Mystik

Dafür gibt es  in diesem Band so viel mystisches und übernatürliches wie sonst in keinem Band davor. Das kann man gut finden oder nicht – ich mochte es, genauso wie ich den Mystik-Anteil in all den anderen Büchern der Reihe mag. In diesem Band lernt man übrigens auch noch etwas über Pendergasts einzigartige Meditationstechnik, die allerdings noch immer weiter entwickelt wird.

Schauplätze

Die Schauplätze dieses Buches sind nicht exzellent gewählt. Aber sie sind  auch großartig und detailliert beschrieben, wie z.B. das von Wind umtoste tibetische Gebirge, das karge Kloster mit der dunklen und geheimnisvollen Atmosphäre, sowie die Britannia mit ihren extrem luxuriösen und pompösen Räumen. Dafür sind die Protagonisten oft ein bisschen blass – jedenfalls alle außer Pendergast und Constance.

Showdown

In den anderen Romanen der Reihe hatte Pendergast ja  immer direkt im Showdown zur Lösung des Falles beigetragen – hier tut er das eher indirekt. Er hat noch einen eigenen Konflikt auszutragen, den man beinahe als zweiten Showdown betrachten kann, und so überlässt er anderen das Feld. Trotzdem ist das Ende aber eindrucksvoll und filmreif wie immer.

Mein Fazit:

Darkness – Wettlauf mit der Zeit  ist mal ein bisschen anders aufgebaut als üblich, ansonsten aber gute, solide Untehaltungskost, wie man es von den beiden Autoren kennt und erwartet.

Buchinfos

  • Titel: Darkness – Wettlauf mit der Zeit
  • Originaltitel: The Wheel of Darkness
  • Autor: Douglas Preston & Lincoln Child
  • Übersetzer/in: Michael Benthack
  • Verlag: Droemer Knaur Verlag
  • Genre: Thriller
  • Erscheinungsjahr: 2009
  • ISBN: 978-3-426-50031-6
  • Form: TB,  512 Seiten
  • Preis: 10,99 €

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